Die Narrentage Mitte Januar war anstrengend, aber die Tengener Narren sind keinesfalls fasnetmüde. Genauer gesagt: Tengener Närrinnen. Dies stellten die 21 Akteurinnen der Frauenfasnet unter Beweis. Sie zündeten unter Regie von Andrea Kroschk im vollbesetzten Pfarrheim ein Feuerwerk mit Worten, Gesang und Show.

Zusammen mit den entsprechend dem Motto „Bad Taste“ gekleideten Besucherinnen sorgten sie für eine ausgelassene Stimmung. Schon vor dem Programm wurde zur schmissigen Musik von Johannes Zimmermann geschunkelt und geklatscht – einer von vielen Hinweisen darauf, dass sich die humorige Veranstaltung zu einem ziemlich angesagten Geheimtipp entwickelt hat.

Als „Stan und Ollie“ führten Susanne Schäfer und Karin Aden-Ziser mit urkomischen Tanzeinlagen und Wortspielereien gekonnt durch den Abend. Ihr Traummann, verrieten die Damen der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) singend, dürfe viele Fehler haben, aber „schön muss er sein“. Ulla Welte, Ursula Zeller, Irmgard Volk und Bettina Grüßer vom Gemeindeteam ließen auf „I will follow him“ die Socken tanzen.

Zu einem Höhepunkt wurde der Auftritt des Tengener Frauenorchesters. Da bei der Frauenfasnet mit Ausnahme des Pfarrers keine Männer anwesend sein dürfen, zogen neun Musiker der Stadtkapelle Tengen als Frauen verkleidet spielend ins Pfarrheim ein und brachten den Saal mit Fasnethits zum Toben. Regina Wesle und Ruth Breinlinger setzten sich humoristisch mit dem Rezept für Berliner auseinander. Und bei einer Hitparade, moderiert von Irmgard Keller, wurden Titel wie „Mief“, „Katzenklo“, „Guido hat euch lieb“ und „Da, da, da“ mit entsprechender Kostümierung und Gestik präsentiert.