Edmund Sturm hat den Tengener Ortsteil Blumenfeld im vergangenen Vierteljahrhundert durch das von ihm Geleistete stark geprägt. Einerseits durch sein großes Engagement und andererseits aufgrund seiner Persönlichkeit, die sich durch besonderen Charaktereigenschaften auszeichnet.

Von 1994 bis 2019 amtierte er als Ortsvorsteher im ehemaligen Städtchen und entsprechend fand seine feierliche Verabschiedung mit vielen Gästen, die von der Chorgemeinschaft Blumenfeld-Tengen-Talheim musikalisch umrahmt wurde, im Blumenfelder Schloss statt. Sein Nachfolger im Amt Thomas Wezstein hielt die sehr persönliche und bewegende Abschiedsrede, wobei die Sanierung der Stadtanlage, die unter Sturms Schaffenszeit Mitte der 90er-Jahre umgesetzt worden sei, das Ortsbild bis heute stark präge, wie Wezstein hervorhob.

Der neue Ortsvorsteher hob weitere Bau- und Sanierungsmaßnahmen hervor, die unter seinem Vorgänger umgesetzt wurden, wozu auch die Speisung der Brunnen aus eigenen Quellen gehört, wodurch das Netz der Wasserversorgung Hoher Randen nicht beansprucht wurde. Besonders ist auch die Versorgung Blumenfelds mit Nahwärme durch die Biogasanlage Rothfelder zu nennen, deren Bau durch einen Einzelbauantrag realisiert werden konnte.

Thomas Wezstein erinnerte an viele Maßnahmen unter der Führung von Edmund Sturm, etwa die zusätzliche Bushaltestelle, viele Ortstafeln und Hinweisschilder und die Erfassung aller Kleindenkmale in Zusammenarbeit mit den Bürgern sowie die Neugestaltung der Amtsräume im Rathaus mit Schulsaal und Küche. Die Nähe zu den örtlichen Vereinen habe seinen Vorgänger besonders ausgezeichnet, wie Thomas Wezstein hervorhob.

Anekdoten durften natürlich auch nicht fehlen, die vieles über den Menschen Edmund Sturm verraten. Er könne auch mal „bockbeinig“ sein, wie Wezstein seinen Vorgänger beschrieb, denn er habe zum Beispiel entgegen dem Ortsratsbeschluss die Rathaustüre nicht grün, sondern blau streichen lassen. Ebenso habe er den Ratsbeschluss ignoriert, die Bäume am Rathaus zu reduzieren. Noch immer pfiffen die Vögel fröhlich von diesen herab. In einer weiteren Anekdote erzählte Wezstein von einer Diskussion, bei der er selbst immer lauter und Edmund Sturm immer leiser geworden sei und bei sein Vorgänger einen Satz gesagt habe, den er nie vergessen werde: „Thomas, nimm die Schärfe aus der Diskussion.“ Es ist tatsächlich so: Edmund Sturm ist kein Mann der lauten Worte, er spricht mit Bedacht und geht auf sein Gegenüber ein, ohne diesem nach dem Mund zu reden. Er ist eben ein Mensch mit Herzensbildung. Um ihn zu ehren, wurde in Blumenfeld „Am Nussbaumplatz“ ein Brunnen nach ihm benannt.