An diesem Wochenende steigt das 17. Watterdinger Dorffest, das vom 13. bis 15. Juli rund um den Dorfplatz stattfinden wird. Wie schon vor zwei Jahren lautet das Motto „Ein Dorf im Wandel der Zeit“, doch noch längst sei diese Geschichte, wie Ortsvorsteher Stefan Armbruster meint, nicht zu Ende erzählt. Deshalb gibt es beim diesjährigen Watterdinger Dorffest den zweiten Teil dieses Blicks auf die Vergangenheit des Ortes, wobei das Landleben von früher dem von heute gegenübergestellt wird. Im Zeichen dieses Mottos steht auch der große Festumzug, mit dem am Samstag um 16.30 Uhr das Dorffest eröffnet wird. Dieser wird vom Biberweg und der Unterdorfstraße aus starten und sich dann zum Dorfplatz hin bewegen, wo ein großes Festzelt für die Gäste aufgebaut sein wird sowie die Bewirtungsstationen der ansässigen Vereine. Heinz-Dieter Frank wird den Festumzug moderieren und die verschiedenen Gruppen vorstellen. Neu wird zum Beispiel die Holzfällergruppe sein, welche Waldarbeit von früher und heute vorstellen wird. Auch in diesem Jahr werden die Watterdinger Damen, wie in früheren Zeiten bei den Landfrauen üblich, mit geflochtenen Zöpfen, die unterm Kopftuch hervorlugen, Heuwagen beladen, Milchkannen schleppen und den Nachwuchs im alten Kinderwagen, der aus dem Keller hervorgeholt und wieder hergerichtet wurde, durchs Dorf schieben. Die Herren schlüpfen in die Rollen der Bauern und werden alte Handkarren ziehen sowie mit ihren liebevoll gehüteten, alten Traktoren und Hängern durchs Dorf knattern. Beim letzten Umzug vor zwei Jahren transportierten sie sogar frischen Kuhmist im traditionellen Ladewagen aus Holz und verteilten ihn mit Mistgabeln vor die Füße der belustigten Zuschauer. Auch moderne Landmaschinen wird es zu sehen geben, wobei der Gegensatz zwischen alten und neuen landwirtschaftlichen Maschinen frappant sein wird, denn die alten Traktoren und Gerätschaften wirken im Vergleich zu den neuen wie Spielzeug.

Nach dem Umzug sind die Nachwuchsinstrumentalisten der Stadtkapelle Tengen an der Reihe, die ab 18 Uhr zeigen, was sie schon musikalisch draufhaben: erst spielen die Funny Kids, die Jüngsten, und anschließend das Jugendblasorchester. Ab 19 Uhr folgt ein weiterer Höhepunkt mit den Tanzvorführungen der Leistungsriege der Turn- und Gymnastikgruppe Watterdingen. Ab 19.30 Uhr übernimmt der Musikverein Grüningen und den musikalischen Schlusspunkt setzt dann die Band LaBella, die mit Rock, Pop und Rockabilly das Publikum unterhalten wird.

Am Sonntag nach dem Gottesdienst, um 11 Uhr, findet der Festumzug erneut statt. Ab 11.30 Uhr sorgt der Musikverein Harmonie Büßlingen beim Frühschoppen für die musikalische Unterhaltung und ab 13.30 Uhr darf man auf den Chorgesang des Männergesangvereins Harmonie Pfohren gespannt sein. Den musikalischen Nachmittag bestreiten dann ab 14.30 Uhr der Musikverein Wiechs am Randen und ab 16.30 Uhr der Musikverein Orsingen. Kinderprogramm gibt es natürlich auch: neben Hüpfburg und Kinderschminken zeigt der Nachwuchs der Narrenzunft Biberjohli ab 13.45 Uhr Tänze für Kinder zum Mitmachen, ebenso um 15.45 Uhr und um 17.45 Uhr.

Am Montag wird das Dorffest traditionell mit dem Handwerkervesper ab 16.30 Uhr ausklingen. Um 17 Uhr hat der heimische Musikverein Watterdingen-Weil seinen Auftritt bevor ab 19.30 Uhr die Polyhymnia aus Leipferdingen den musikalischen Schlusspunkt des Dorffestes setzen wird.

Neu ist in diesem Jahr auch das Thema Schule, wofür im Rathaus extra ein Schulraum im Stil der 50er-Jahre hergerichtet wird. Dort finden im Laufe des Sonntagnachmittags mehrere Unterrichtsvorführungen im Stil der alten Zeit statt. In die Lehrerrolle schlüpft Heinz-Dieter Frank und seine entsprechend gekleideten Schüler, eine Rasselbande im Alter zwischen zehn und 16 , werden dann auch die dazugehörigen Utensilien, die vom Lederschulranzen bis zur Kreidetafel reichen, nutzen. Die Älteren dürfen auch in Erinnerungen schwelgen, weil die Jahrgangsbilder der Schüler aus vergangenen Zeiten zu sehen sein werden.