Nun endlich, nach einer Vorbereitungszeit von mehr als einem Jahr, gründete sich im Fendt-Stüble in Watterdingen der Verein Soziales Netzwerk Watterdingen-Weil Sonne e. V. Schon Ende April letzten Jahres bei der Auftaktveranstaltung in der Biberhalle hatte sich angedeutet, dass das Interesse in der Bevölkerung an der Nachbarschaftshilfe und damit auch der Bedarf zur Unterstützung der älteren Menschen ein großer ist. Somit war der Schritt ein folgerichtiger, einen Verein zu gründen, damit diese Gemeinschaft Gesicht und Anlaufort bekommt und die Helfer oder „Mitmacher“, wie sie sich selbst nennen, auch rechtlich abgesichert sind.

Fördergeld vom Land

Ortsvorsteher Stefan Armbruster, der übrigens die Idee zur Nachbarschilfe von einem Besuch in Amtzell im Allgäu mitgebracht hatte, begrüßte die vielen Besucher. Er bedankte sich bei der Stadt Tengen für die Unterstützung und beim Land für die Fördergelder in Höhe von 8000 Euro. Susanne Mattke umriss dann die Aufgaben Netzwerks und betonte, dass man ergänzend – und nicht konkurrierend – zu den Profis, wie etwa den Sozialstationen, Nachbarschaftshilfe leisten werde.

Vorstand einstimmig gewählt

Die Formalien gingen dann schnell über die Bühne: Die Vereinssatzung wurde von den Anwesenden einstimmig angenommen, und auch die anschließende Wahl des Vorstands und der Beisitzer erfolgte einstimmig. Der Erste Vorsitzende heißt Stefan Armbruster, und Susanne Mattke übernahm den Posten der Zweiten Vorsitzenden. Dem Vorstand gehören auch Bettina Gschlecht als Schriftführerin und Rupert Ruf als Kassierer an.

Auch der Tengener Bürgermeister Marian Schreier ließ es sich nicht nehmen, die besten Wünsche der Stadt zur Vereinsgründung zu übermitteln und beglückwünschte die Vorstände zur einstimmigen Wahl. Er hob dann hervor, wie wichtig es sei, ein Netzwerk gegen Einsamkeit im Alter und Strukturen der gegenseitigen Unterstützung und Hilfe aufzubauen. Bei dieser Vereinsgründung handle es sich um ein Musterbeispiel bürgerlichen Engagements.

Verein baut eine Internetseite auf

Der frischgewählte Vorsitzende Stefan Armbruster ermunterte dazu, für zehn Euro Jahresbeitrag Mitglied im neu gegründeten sozialen Netzwerk zu werden. Entsprechende Anträge lagen aus und sind auch weiterhin über das Rathaus erhältlich. Der Beitragssatz für Familien beträgt 15 Euro und der für juristische Personen, wie etwa Unternehmen und Institutionen, 30 Euro. Noch muss der Verein einige Anfangshürden nehmen, wie zum Beispiel eine Internetseite aufbauen, Sprechstunden festlegen, und neben vielem anderen mehr steht auch noch eine eigene Telefonleitung mit entsprechender Nummer aus.

In Kürze gebe es die ersten Ausschusssitzungen und Näheres würde dann über das Mitteilungsblatt veröffentlicht. Wer Hilfe suche, so betonte Armbruster, könne dann schriftlich oder per Telefon mit dem Verein in Verbindung treten, wobei alle Daten und Informationen natürlich vertraulich behandelt würden.