Nach außen bietet der Landgasthof Waldfrieden eine typische, ländliche Speisekarte mit Schweinelendchen oder Boeuf à la Hegau, so nennt der Küchenchef, Markus Sibold, seinen legendären Rinderbraten. Doch daneben stehen seit einem halben Jahr auch Riesengarnelen und Jakobsmuscheln, oder zweierlei vom Pulpo auf der Karte, und auch die Dessert-Karte verführt: Mit Himbeer-Riegeln und marmoriertem Himbeersorbet oder einem Trio vom Apfel mit Apfeltäschle und Apfelstrudel mit Calvados-Eis. „Die Gäste fragen längst gezielt nach den neuen Kreationen“, freut sich Patronin Christine Sibold, „sie wollen wissen, was haben Dominik und Christiane neues angerichtet?“

Zurück in das elterliche Gasthaus

Es ist eine verführerische Story, die gerade die Gasthausgeschichte des Landgasthofs Waldfrieden schreibt, so die Pressemitteilung. Während landauf, landab viele Landgasthöfe schließen, stricken die beiden Kinder von Christiane und Markus Sibold, Sarah und Dominik, die Erfolgsgeschichte weiter. Die Tochter Sarah ist nach ihrer Lehre als Restaurantfachfrau längst in das elterliche Gasthaus eingestiegen, jetzt kam auch Sohn Dominik zurück. Er hat in noblen Sternehäuser das Handwerk seines Vaters gelernt und dabei in der 2-Sterne-Küche, bei Douce Steiner, seine Christiane kennen gelernt und gleich mit nach Hause gebracht. „Ein doppelter Joker“, lacht Markus Sibold, „zu dritt macht das Kochen wieder Spaß!“ Christine und Markus Sibold waren für ihre Kinder ein gutes Vorbild. Beide halfen bereits als Schüler in der Wirtschaft und verdienten ihr erstes Taschengeld. Viele Gäste des Hauses sind Freunde der Familie.

Die Gäste lobten die Küche ihres Vaters und die Gastfreundschaft ihrer Mutter, das hat den beiden gefallen und so sie glücklicherweise in die gleichen Fußstapfen getreten. Dominik lernte in der Sterneküche und stand in verschiedenen gehobenen Küchen am Herd. Für ihn war bald klar, dass er Koch werden will. Seine Freundin Christiane, die er in der Küche bei Douce Steiner kennen lernte, lacht und verrät: „Ich wäre auch gerne Schäferin geworden.“ Doch ihre Mutter widersprach, also ging sie nach dem Abitur in einer Küche in die Lehre, aber mit dem Ziel: „Ich wollte in die Patisserie!“

Auf neue Kreationen einlassen

Maître Markus Sibold lässt den Beiden freie Hand. „Man muss die Jungen machen lassen“, sagt er und freut sich über das Echo seiner Stammgäste: „Für mich ist es schön, zu sehen, dass unsere Gäste wechseln. Einmal bestellen sie einen Klassiker, das andere Mal lassen sie sich auf völlig neue Angebote ein.“ „Wir kochen jetzt in einem Landgasthof„, sagt Dominik, „wir haben uns dafür entschieden und wissen was von uns erwartet wird.“ Wie nebenbei schiebt er nach: „Es muss halt schmecken, ob im Sternerestaurant
oder bei uns. Das Handwerk ist das gleiche, Chichi ist was ganz anderes.“ Christiane beweist dies auf ihrer Dessert-Karte. Typisch ihr Trio vom Apfel. „Vielleicht nicht so filigran angerichtet“, lächelt sie und stellt
die süße Verführung eines gefüllten Apfels und einen Apfelstrudel mit Calvados-Eis auf den Tisch.
„Der Apfel kommt von meinem Obstgarten“, lacht Markus Sibold, „das ist mein Beitrag.“ Ein guter Maître weiß eben, Neues zuzulassen.

Das Landhaus Waldfrieden ist erreichbar unter Telefon (0 77 36) 232, sowie unter www.landhaus-waldfrieden.de