Mit einer Sonderförderung unterstützt die grün-geführte Landesregierung Projekte zum Wohnen im Kulturdenkmal. Das neue Sonderprogramm hat ein Volumen von insgesamt zwei Millionen Euro und ist im Mai 2022 gestartet, wie die Grünen-Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger mitteilt. Es ergänzt laut der Mitteilung die klassische Denkmalförderung um die Erstellung von entsprechenden Konzepten und verstärkt die Umsetzung besonders spannender Projekte, die beispielhaft zeigen, was man aus einem Denkmal machen kann. Beispiele sind leerstehende Gasthöfe, Bauernhöfe mit Scheunen, alte Bahnhöfe, ehemalige Rathäuser oder Schulhäuser.

Unterstützung für zusätzlichen Wohnraum

Insgesamt stellt das Land in dieser Förderrunde 430.000 Euro für ein Leuchtturmprojekt sowie die Erarbeitung von Konzepten zur Verfügung. Ziel ist es, die Eigentümerinnen und Eigentümer von denkmalgeschützten Gebäuden zu ermuntern und zu unterstützen, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Das könnte Sie auch interessieren

„Die Menschen in Baden-Württemberg haben tolle Ideen, wie sie Wohnen im Kulturdenkmal gestalten. Diese Ideen unterstützen wir mit Fördermitteln, damit sie die Bürger in die Tat umsetzen können“, sagt Wehinger. Und weiter: „Mit seiner Vielzahl an Denkmälern zählt das Land Baden-Württemberg zu einem der kulturell und historisch reichsten Lebensräume Deutschlands. Die Denkmale prägen unsere Ortsbilder und sorgen für Lebensqualität und touristische Attraktivität in unserer Heimat. Dies zeigt: Es lohnt sich, die zahlreichen Bau- und Kunstwerke wie die ehemalige Brauerei im Schloss Espasingen für die nächsten Generationen zu bewahren.“

Gebäude erhalten, statt neue Ressourcen zu verbauen – diesen besonderen Fokus nimmt das Förderprogramm ein. „Der Erhalt und die Nutzung von bestehenden Gebäuden spart Ressourcen und verhindert neue Emissionen. Deshalb ist jedes für Wohnraum genutzte Denkmal ein Einsatz für Klimaschutz“, so Wehinger.