Der Friedhof in Wahlwies zeigt sich mit frischer Optik. Der Platz vor der Aussegnungshalle wurde ebenso neugestaltet wie der Weg zum Kriegerdenkmal und der Platz davor. Landschaftsarchitektin Beate Schirmer aus Hilzingen und Martina Steiner, Sachgebietsleiterin Tief-, Straßen- und Wasserbau der Stadt Stockach, erläuterten vor Ort die Maßnahmen. Diese haben bislang rund 100.000 Euro gekostet. Allerdings sind noch nicht alle Arbeiten umgesetzt, weshalb diese Summe nur einen Zwischenstand bedeutet.

Die Aussegnungshalle ist jetzt barrierefrei erreichbar. Der asphaltierte Weg ermöglicht es auch Personen, die nicht so gut zu Fuß sind, den Friedhof problemlos zu besuchen.
Die Aussegnungshalle ist jetzt barrierefrei erreichbar. Der asphaltierte Weg ermöglicht es auch Personen, die nicht so gut zu Fuß sind, den Friedhof problemlos zu besuchen. | Bild: Claudia Ladwig

Links vom Haupteingang des Wahlwieser Friedhofs befindet sich die Aussegnungshalle. Der Vorplatz wurde durch die Firma Andreas Meier Straßenbau umgebaut. Die Halle ist nun statt über eine Rampe und Treppe barrierefrei erreichbar. Ein asphaltierter Weg führt mittig auf die Aussegnungshalle zu. Der Bitumen-Belag anstelle der bisherigen Kiesdecke macht es Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, leichter, sich darauf zu bewegen. Außerdem wächst durch den Asphalt kein Unkraut, das die Gemeindemitarbeiter zuvor aus dem Kies mühsam von Hand jäten, abflämmen oder mit heißem Wasser bekämpfen mussten.

Mindestens zwei Bänke und mehrere Blumenkübel werden an der Rundung des Vorplatzes aufgestellt. Außerdem soll der Symmetrie wegen rechts der Aussegnungshalle ein Baum gepflanzt werden, dessen Sorte auf der linken Seite bereits steht. Der linke Bereich von der Friedhofsmauer bis zum Vorplatz bleibt Rasenfläche.

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Auch zwischen dem Eingangstor und dem Kriegerdenkmal wurde eine Achse gebildet. Säuleneichen säumen den zweieinhalb Meter breiten, ebenfalls asphaltierten Weg. Die Eichen werden noch ergänzt, sodass bald vier Bäume auf jeder Seite stehen. Martina Steiner von der Stadtverwaltung erklärte: „Der Weg wurde zum Schutz der Baumwurzeln angehoben. Auch eine Wasserleitung bis zum Brunnen wurde im Weg neu verlegt – mittig und dadurch ebenfalls wurzelschonend.“ Weil es sich bei den Friedhofswegen um öffentliche Wege handle, sei die Stadt für das Anlegen zuständig, sagte sie.

Gelände angehoben

Die Verantwortlichen hätten sich außerdem Gedanken zur Entwässerung gemacht, fuhr Landschaftsarchitektin Beate Schirmer fort. „Das Niederschlagswasser lässt sich gut von dem ebenen Weg auf die Seite ableiten.“ Auch das Gelände rechts und links des Weges wurde etwas angehoben.

Das Kriegerdenkmal steht im Zentrum des Friedhofs. Der Vorplatz wurde mit Granitpflaster belegt. Um diese herum liegt Betonpflaster.
Das Kriegerdenkmal steht im Zentrum des Friedhofs. Der Vorplatz wurde mit Granitpflaster belegt. Um diese herum liegt Betonpflaster. | Bild: Claudia Ladwig

Die Fläche vor dem Denkmal ist jetzt ebenso wie der Bereich vor der Aussegnungshalle mit Granitpflaster belegt. Nur die Bereiche um die Linden herum bleiben offen. Dort soll ein Baumsubstrat dafür sorgen, dass sich der Boden nicht zu sehr verdichtet. Beate Schirmer fügte hinzu: „Als Kulisse hinter dem Denkmal wird eine Eibenhecke gesetzt, die die bestehenden Pflanzen ergänzt.“ Vor dem Denkmal werden zwei Bänke aufgestellt. Die Seitenwege bleiben in ihrer bisherigen Form erhalten. Rechts vom Eingangstor soll es irgendwann die Möglichkeit einer Wiesen-, eventuell auch einer Baumbestattung geben. Dort sollen weitere Bäume gepflanzt werden. Die Umgestaltung des Friedhofs sei damit vorerst abgeschlossen, sagte der Wahlwieser Ortsvorsteher Udo Pelkner. Martina Steiner ergänzte, die Aussegnungshalle, deren hintere Wand ein großes Gemälde des 1990 in München verstorbenen Künstlers Edzard Seeger ziert, bekomme noch eine Glasfront mit einer zweiflügeligen Tür. Sie hoffe, dass die Glaskonstruktion im Frühjahr eingebaut werden kann. Aktuell gebe es Lieferschwierigkeiten.