Seit mehr als drei Jahrzehnten ist Markus Rebholz bei der Feuerwehr. Damals habe ihn ein Schulkamerad mitgenommen und seither ging es für ihn immer weiter, erläutert er seinen Werdegang. Inzwischen ist der 45-jährige verheiratete Vater dreier Kinder Brandmeister mit der Qualifikation Zugführer und stellvertretender Abteilungskommandant der Abteilung Stadt. Sein Leben dreht sich um seine Familie, die Arbeit als Elektronikingenieur in der technischen Vorentwicklung des größten Stockacher Arbeitgebers und die Feuerwehr.

Das Ehrenamt ist zeitintensiv. Er erstelle beispielsweise die Probenpläne und plane Beschaffungen und Besprechungen, so Rebholz. Seit 2007 führt er den Gefahrstoffzug. Berührungspunkte zu diesem Thema hatte er schon früher über seine Tätigkeit im Katastrophenschutz. Er erklärt: „Statt Wehrpflicht konnte man sich damals für den Katastrophenschutz bei THW, DRK oder Feuerwehr für mehrere Jahre verpflichten.“

Kein Einsatz ist wie der andere

Bei der Feuerwehr reizt ihn die Mischung aus Technik, Menschen und Hilfe. „Das Schöne ist, dass es viel Abwechslung gibt. Kein Einsatz ist wie der andere. Zum Glück haben wir meistens weniger schlimme Einsätze, dadurch kann man sowas gut bewältigen.“ Bei wirklich schlimmen Einsätzen werde aber auch ein Seelsorger organisiert, der helfe, die Erlebnisse zu verarbeiten.

Markus Rebholz ist froh, dass in Stockach viele Jugendliche bei der Feuerwehr sind: „Unsere Neuaufnahmen kommen fast immer aus den Reihen der Jugendfeuerwehr, Quereinsteiger sind eher selten.“ Dennoch herrsche Mitgliedermangel, was sich besonders bei der Tagesverfügbarkeit zeige.

Feuerwehrgesetz regelt Rechte und Pflichten

Es habe sich einfach so ergeben, dass er nun der zweitwichtigste Mann der Abteilung ist. Das Amt bedeute viel mehr Verantwortung als in anderen Vereinen. Das verdeutliche auch die Bestellungsurkunde des Gemeinderats, so Rebholz. „Die Arbeit bei der Feuerwehr ist ein wirkliches Ehrenamt. Für uns gilt das Feuerwehrgesetz, da stehen alle Pflichten und Rechte der Feuerwehrangehörigen drin.“

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