In diesem Jahr ist der Sportverein Espasingen 60 Jahre alt geworden. Eigentlich sollte der Geburtstag groß gefeiert werden, doch wie so Vieles war das coronabedingt nicht möglich. Das Fest wird als 60+1-Feier im nächsten Jahr nachgeholt – eventuell in Verbindung mit einem Grümpelturnier. Was sonst im Vereinsleben los ist und wie die Zukunftspläne aussehen, erzählte der Vorsitzende Harald Feindler im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Der SV Espasingen hat aktuell rund 270 Mitglieder. Neben Fußball werden Zumba mit Tanja Längle und Mini-Zumba mit Tamara Leiz angeboten. Außerdem gibt es eine Theatergruppe, die im kommenden Jahr wieder ein neues Stück proben und darbieten möchte. Regulär spielt der SV Espasingen alle zwei Jahre Theater.

Spielgemeinschaft mit TSV Stahringen

Im Fußballbereich haben die Aktiven eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Stahringen. Die Erste Mannschaft spielt in der Kreisliga A, die Zweite in der Kreisliga C.

Zur Situation der Trainer und des Nachwuchses erklärte Harald Feindler: „Momentan haben wir genügend Trainer, aber im Jugendbereich ist eigentlich immer Notstand. Beim Nachwuchs herrscht derzeit eine Flaute, die einzelnen Jahrgänge sind ziemlich klein.“ Es werde vier bis fünf Jahre dauern, bis man wieder eigenen Nachwuchs für die Erste und Zweite Mannschaft habe.

Viele Jugend-Spiele in Espasingen

Für die Jugendspieler gibt es seit langer Zeit die Spielgemeinschaft Seeend, der die Teams aus Espasingen, Wahlwies, Bodman, Ludwigshafen und Stahringen angehören. Ein Vorhaben des Vereins ist es, den Trainingsplatz zu vergroßern, da immer mehr Jugend-Mannschaften in Espasingen trainieren und spielen möchten.

„Wir sind hier natürlich zentral und bei uns können auch Abendspiele stattfinden. Nur in Wahlwies und Espasingen ist nämlich Flutlicht vorhanden“, so Feindler. Die Flutlichter am Sportplatz Espasingen sollen auf LED-Technik umgerüstet werden. Vom Badischen Sportbund gebe es dafür eine Förderung von 30 Prozent und mit der Stadt Stockach sei man dazu auch im Gespräch.

Weitere Pläne für die nächsten Jahre

Auf längere Sicht müsse man sich auch über einen zweiten Hauptplatz Gedanken machen, da auf dem einen Platz zu viele Spiele und Trainings stattfänden, weil der vorhandene Trainingsplatz zu klein sei, betont Feindler.

Mittelfristig soll die alte Holzhütte erneuert werden, die inzwischen für die Trainingsutensilien zu klein geworden ist. Und entlang des Grabens, der neben dem Spielfeld verläuft, sollen Barrieren errichtet werden, um die Unfallgefahr zu reduzieren. Dort könnten beispielsweise Werbetafeln aufgestellt werden.

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Mit Blick auf die Entwicklung im Amateurfußball sagt Harald Feindler: „Meiner Ansicht nach wird in Zukunft aufgrund von Spielermangel kein kleiner Verein mehr selbstständig sein können. Das bedeutet, die Spielgemeinschaften werden immer größer, die Mannschaften immer weniger. Folglich wird es irgendwann keine Derbys mehr geben, die dem Fußball einfach fehlen werden. Dann spielt die eine Spielgemeinschaft gegen eine andere Spielgemeinschaft und das ist sehr schade.“