Die katholischen Ostergottesdienste im Raum Stockach werden nach derzeitigen Stand überwiegend mit Präsenz stattfinden. Nachdem die Bundesregierung den verschärften Lockdown, die Osterruhe, schnell wieder zurückgezogen hat, wurde auch die Bitte an die Kirchengemeinden zurückgenommen, auf Präsenzgottesdienste in dieser Zeit zu verzichten und stattdessen nur im Internet aktiv zu sein.

Mischung aus Online- und Präsenzangeboten

Dominik Rimmele, Pfarrer und Leiter der der Seelsorgeeinheit Krebsbachtal-Hegau, erzählt, er sei per E-Mail von Erzbischof Stephan Burger aus Freiburg darüber informiert worden, dass Gottesdienste gefeiert werden sollen und dürfen. Die Gläubigen sollen aber eine Mischung aus Online- und Präsenzangeboten finden. Deshalb werde man über das Pfarrblatt Hilfen geben, damit die Gläubigen auch zu Hause einen Ostergottesdienst feiern können.

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In der Seelsorgeeinheit Krebsbachtal-Hegau war man sich laut Dominik Rimmele einig, dass man so fortfahren wollte, wie es bereits vor der gekippten Osterruhe geplant war. Das würde sich nur ändern, wenn es weitere Entwicklungen gebe, die die aktuellen Planungen wieder zunichte machen. Aber: „Natürlich werden die Ostergottesdienste trotzdem anders sein wie sonst“, so Dominik Rimmele. „Alle müssen akkurat mit Abstand an ihren Plätzen sitzen und die Gemeinde darf nicht singen.“

Möglichst hohe Sicherheit für die Anwesenden

Gleiches gilt auch für die katholischen Seelsorgeeinheiten Hohenfels, Stockach und See-End, wo ebenfalls in Präsenz Gottesdienste gefeiert werden. Nikolaus Böhler, Pfarrer der katholischen Seelsorgeeinheit See-End, betont, man wolle mit den geltenden Hygienekonzepten für eine möglichst hohe Sicherheit für die Anwesenden sorgen.

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In Stockach sollen die Gottesdienste zum Teil auch im Internet übertragen werden für jene Menschen, die nicht in die Kirche gehen möchten oder keinen Platz mehr bekommen haben. Denn die Kapazität ist begrenzt, vorab müssen sich die Gläubigen anmelden. Die Osternacht in Stockach etwa ist laut der Internetseite der Seelsorgeeinheit schon jetzt ausgebucht.

„Entscheidung war wichtig“

Die Pfarrer aus der Region freuen sich, dass die Gottesdienste in den Kirchen stattfinden dürfen. Dominik Rimmele und Nikolaus Böhler betonen, sie hielten diese Entscheidung für wichtig. Vor Ort sei Gemeinschaft ganz anders möglich, sagt Böhler. Und in der Seelsorgeeinheit Krebsbachtal-Hegau will man laut Rimmele in den Gottesdiensten auch für die Corona-Opfer beten.

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Michael Lienhard, leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Stockach, sagt, er sei dankbar, „denn die Gottesdienste, die man direkt vor Ort mitfeiern kann, haben gerade in der Karwoche und an Ostern eine besondere Kraft und Intensität, die viel Segen bringt“. Das sei sicher auch in der aktuellen Zeit der Fall.