Wo vorher nur Kieswege waren, kann man sich nun bequem und ohne Stolperfallen bewegen: Nach rund zweieinhalb Monaten ist die Sanierung der Seitenwege auf dem Loreto-Friedhof abgeschlossen. Marina Steiner, Leiterin des Sachgebiets Straßen- und Tiefbau bei der Stadtverwaltung Stockach, zeigt sich zufrieden.

„Wir wollten alles für die älteren Menschen besser begehbar machen“, fasst sie die Maßnahme zusammen. Vom gepflasterten Hauptweg, der bereits zuvor saniert wurde, gehen jetzt sechs asphaltierte Wege nach rechts und links ab. Insbesondere für Menschen mit Rollator oder Rollstuhlfahrer soll es dadurch angenehmer werden, sich auf dem Friedhof zu bewegen.

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Arbeiten mussten sich nach Beerdigungsterminen richten

Eine ganz besondere Herausforderung sei dabei gewesen, die Höhe des Weges an die Gräber anzupassen, da diese auf leicht unterschiedlichen Höhen liegen. Zudem haben sich die Bauarbeiter immer genau mit der Friedhofsverwaltung absprechen müssen, damit während Beerdigungen nicht mit schwerem Gerät oder lauten Werkzeugen gearbeitet wird.

Das Denkmal für die Opfer der Bombardierung Stockachs im Zweiten Weltkrieg wurde wieder freigelegt. Es soll im September frisch ...
Das Denkmal für die Opfer der Bombardierung Stockachs im Zweiten Weltkrieg wurde wieder freigelegt. Es soll im September frisch bepflanzt werden. | Bild: Dominique Hahn

Die Absprachen haben aber reibungslos funktioniert, berichtet Beate Oechsle von der Friedhofsverwaltung auf Nachfrage. Man habe immer die Beerdigungstermine an die beteiligten Firmen versandt und diese hätten dann ihre Arbeit entsprechend um den Friedhofsbetrieb herum geplant.

140.000 Euro für Rollator-gerechte Wege

Am Ende habe man auch den veranschlagten Kostenrahmen von rund 140.000 Euro einhalten können, berichtet Marina Steiner. Neben den asphaltierten Verbindungswegen, die mit der gleichen Technik erstellt wurden wie normale Gehwege im Straßenbau, wurden auch die Seitenwege saniert.

Die Seitenwege auf dem Loreto-Friedhof wurden ebenfalls saniert. Sie sind als Kieswege mit Graniteinfassung ausgeführt.
Die Seitenwege auf dem Loreto-Friedhof wurden ebenfalls saniert. Sie sind als Kieswege mit Graniteinfassung ausgeführt. | Bild: Dominique Hahn

Diese wurden jedoch wieder als Kieswege mit Graniteinfassung gestaltet und sind damit auch wieder besser begehbar. Auch der Platz um den Brunnen wurde mit einer neuen Pflasterung umfasst und der Brunnen selbst erstrahlt wieder in neuem Glanz. Eine wichtige Vorgabe sei es zudem gewesen, bei der Wegesanierung die großen Bäume zu erhalten: Die Wurzeln durften bei den Tiefbauarbeiten für die Wege nicht beschädigt werden.

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Freigelegtes Denkmal wird neu bepflanzt

Die nächsten Arbeiten sind indes schon in der abschließenden Planung. „Auch das Denkmal für die Opfer der Bombardierung Stockachs während des Zweiten Weltkriegs haben wir frisch saniert“, berichtet Oechsle. Vorher sei das Denkmal, das sich auf der süd-östlichen Seite des Friedhofs befindet, kaum mehr sichtbar gewesen, weil es mit Hecken zugewachsen war. Im September soll der Bereich um das Denkmal neu bepflanzt werden.

Anmerkung der Redaktion:
In der ursprünglichen Version dieses Artikels war Ilona Steinmann als Ansprechpartnerin genannt. Hierbei handelte es sich um eine Namensverwechslung. Die Leiterin des Sachgebiets Straßen- und Tiefbau ist natürlich Marina Steiner.