Die aktuell geltende Kontaktsperre verlangt Familien und besonders den Kindern viel ab. Die zweifache Mutter Martina Ketterer aus Wahlwies hat sich etwas ausgedacht, weil ihre sechs- und achtjährigen Kinder schon so lange ihre Großeltern nicht besuchen konnten. Die selbstständige Fotografin und Mediengestalterin gestaltete mit eigenen Fotomotiven Postkarten. Manche tragen aufmunternde Sprüche, andere strahlen allein durch das Bild eine positive Stimmung aus. „Vor Kurzem hätte ich noch nicht daran gedacht, Karten zu entwerfen, aber außergewöhnliche Situationen erfordern kreative Maßnahmen“, erklärt Martina Ketterer.

Freude über die Karten

Den Kindern habe es geholfen, den Omas und der Uroma zu schreiben. Und diese hätten sich sehr über die unerwartete Post gefreut und sofort angerufen. Auch sie selbst freue sich, wenn sie eine Karte erhalte, so Ketterer. Und jetzt, wo viele mehr Zeit hätten, sei dafür eine gute Gelegenheit.

Für Kinder hat sie mit dem Hund Okko Bello sogar ein eigenes Motiv entworfen. „Meine Kinder lieben ihn und haben gleich eine Karte an ihre Cousine geschickt.“ Sie erzählt, dass sich zu Beginn Freundinnen und ihre Schwester mit Vorschlägen eingebracht hätten.

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Positive Rückmeldungen

Weil die Rückmeldungen so positiv waren, lässt Martina Ketterer ihre Karten jetzt in kleiner Auflage drucken und dekoriert sie auf individuellen Kartenständern. Dafür hat sie ein Zaunbrett flambiert, gehobelt, geschliffen und geölt. Sie bietet die Karten jetzt auch online und in verschiedenen Hofläden und kleinen Geschäften an. Die Wahlwieserin sagt: „Ich wünsche mir, dass die Menschen wieder mehr zu den Artikeln greifen, die vor Ort produziert werden.“ So sieht sie auch ihre Mutmach-Karten – als Post für die Seele aus der Region, für die Region.