Jetzt stehen die neuen Pfarrgemeinderäte in den Seelsorgeeinheiten im Raum Stockach fest. Die Wahl fand wegen der Corona-Krise verspätet und nur per Brief- oder Onlinewahl statt. Das machte sich überall in Form der Wahlbeteiligung bemerkbar.

Seelsorgeeinheit See-End

Die Wahl des Pfarrgemeinderates mit 16 Mitgliedern in der Kirchengemeinde See-End war von einer schwachen Beteiligung gekennzeichnet. Von den 2880 wahlberechtigten Gemeindegliedern wurden insgesamt 390 Stimmzettel abgegeben. Es waren 389 Stimmzettel gültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 13,5 Prozent.

Gegen das Wahlergebnis kann jeder Wahlberechtigte beim Wahlvorstand innerhalb einer Frist von einer Woche schriftlich Einspruch erheben. Der Einspruch kann nur auf Mängel in der Person eines Gewählten oder auf erhebliche Verfahrensmängel gestützt werden. Das gilt in allen Seelsorgeeinheiten.

Seelsorgeeinheit Stockach

In der Seelsorgeeinheit Stockach waren 6127 Gemeindemitglieder wahlberechtigt. Davon wählten jedoch nur 561, was einer Wahlbeteiligung von 9,19 Prozent entspricht, teilt der Wahlvorstand mit. Laut Angaben den Pfarrbüros kamen 172 Briefwahlzettel zurück, von denen 170 gültig waren. 391 Katholiken nutzten die Onlinewahl.

In der Seelsorgeeinheit Stockach gibt es eine ungewöhnliche Situation: Der Rat hat eigentlich 26 Sitze, doch vier Stimmbezirke stellten nur einen und der Stimmbezirk Gallmansweil keinen Kandidaten. Trotzdem kamen insgesamt nur 20 Kandidaten in den Pfarrgemeinderat, da den Stimmbezirken je eine bestimmte Anzahl an Sitzen zugeordnet sind.

In acht Gemeinden der Seelsorgeeinheit hatten die Wähler die Möglichkeit, frei Personen in den Stimmzettel einzutragen, um ihnen so ihre Stimme zu geben, so Manfred Peter in der Mitteilung des Wahlvorstands: „Davon wurde sehr rege Gebrauch gemacht.“ Nach der Wahlordnung waren die auf diese Art Benannten gewählt, wenn sie insgesamt mehr als zehn Stimmen bekamen. Doch alle, die auf diese Art gewählt worden seien, hätten die Wahl nicht angenommen.

Seelsorgeeinheit Krebsbachtal

3260 Gemeindemitglieder waren in der Seelsorgeeinheit Krebsbachtal/Hegau in diesem Jahr stimmberechtigt. Online gewählt haben 446 Gemeindemitglieder, teilt Pfarrer Dominik Rimmele mit. Es wurden insgesamt 123 Stimmzettel abgegeben, von denen 118 Stimmzettel gültig und somit fünf ungültig waren. Die Wahlbeteiligung lag bei 17,45 Prozent. Bei der vorherigen Wahl im Jahr 2015 war diese bei 25,38 Prozent.

Seelsorgeeinheit Hohenfels

Der Wahlvorstand der Seelsorgeeinheit Hohenfels zählte aufgrund der Corona-Situation „in abgespeckter Besetzung“ die Wahlergebnisse aus, wie Walter Benkler mitteilte. 1640 Gemeindemitglieder seien wahlberechtigt gewesen. Es nahmen 241 per Brief oder online an der Wahl teil. Das entspricht einer Gesamt-Wahlbeteiligung von 14,7 Prozent. Bei der letzten Wahl hatte die Beteiligung bei 26,3 Prozent gelegen. „Damit liegen wir im Vergleich gut“, fasst Walter Benkler zusammen.

Der Durchschnitt des Dekanats Konstanz liege bei 13 Prozent, der der gesamten Diözese bei lediglich 8,7 Prozent. Im Dekanat Konstanz hätten im Schnitt 71 Prozent online gewählt, in der gesamten Diözese 81 Prozent. „Der Rückgang der Wahlbeteiligung ist sicherlich zu einem Großteil des Ausfalls der Präsenzwahl zuzuschreiben“, folgert Walter Benkler.

Aber es gibt auch eine positive Zahl: „Die Online-Wahlbeteiligung war erstaunlich hoch“, so Walter Benkler. Von den 241 abgegebenen Stimmzetteln in der Seelsorgeeinheit Hohenfels seien 196 online abgegeben worden, das heiße 81 Prozent. Per Brief wählten 45 Personen, doch zwei Stimmzettel waren ungültig. Das durchschnittliche Alter der Wähler lag bei 52 Jahren. 41 Prozent seien älter als 65 Jahre. Der Anteil der 16- bis 20-Jährigen liege bei fünf Prozent. „Diese haben ausschließlich online gewählt“, so Walter Benkler und der Wahlvorstand in ihrer Mitteilung.

Der nächste Schritt sei nun die konstituierende Sitzung. Aufgrund des aktuell geltenden Versammlungsverbots ist der Termin dafür allerdings noch offen, so der Wahlvorstand der Seelsorgeeinheit Hohenfels. Gleiches gilt auch für die anderen Seelsorgeeinheiten.

Die neuen Pfarrgemeinderäte

  • Seelsorgeeinheit Hohenfels: Albert Lutz (204 Stimmen), Edwin Kästle (203), Anette Schrodin (196), Stefan Birkhofer (195), Karin Freudemann (194), Erika Keller (193), Simone Maier (185), Stephanie Keller (182), Regina Gerster (180), Sonja Winter-Thum (173), Reinhold Driesner (165) und Wilfried Striffler (160).
  • Seelsorgeeinheit Krebsbachtal/Hegau: Winfried Durner (441 Stimmen), Renate Schenk (435), Gebhard Fritschi (403), Elke Ebner (394), Frank Martin, Frank (385). Thomas Endele (383), Katja Krafft (382), Christina Keller (371), Hubertus Löffler (362), Andi Herz (353), Martin Schmid (346), Uwe Bruggner (345), Gabriele Braun (338), Heidrun El Gendy (330) und Elena Gerdawischke (303)
  • Seelsorgeeinheit See-End: Gabriele Mauch (319 Stimmen), Bernhorst Koch (310), Ute Trisner (303), Günter Schmidt (298), Dagmar Lempp (276), Bernadette Renner (274), Bernd Rath (272), Esther Moll (271), Carolina von Bodman (269), Thomas Dreßen (268), Andreas Klatt (263), Renate Seeberger (249), Tobias Jaklin (235), Angelika Michel (193), Martina Dämpfle (169) und Markus Küppers (35).
  • Seelsorgeeinheit Stockach: Jürgen Brecht (421 Stimmen), Stephan Kessler (397), Nils Schuller (386), Elisabeth Matthes (383), Christina Breyton (345), Christina Goldstein (332), Anette Tschiskale (262), Andrea Klink (427), Stefan Bock (410), Manuel Gottwald, (446), Angelika Rothengaß (419), Anneliese Sernatinger (349), Siegfried Bühler (328), Alfred Heim (309), Cornelia Herzog (438), Angela Wolf-Lenz (418), Jasenka Wieland (397), Silvia Stroppel-Steppacher (434) und Lucia Rösch (433), Gertrud Heine (450). Es gab zehn Stimmbezirke, aber in Gallmannsweil wurde niemand gewählt. 

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