Der Generationswechsel im Vorstand der Naturfreunde Stockach ist mit der jüngsten Mitgliederversammlung endgültig vollzogen. Vorsitzender Manfred Gohl und sein Stellvertreter Jürgen Kempter kandidierten nicht mehr für diese Ämter. Einstimmig wählte die Versammlung Valentin Claus zum Vorsitzenden und Frauke Giebler-Schubert zu seiner Stellvertreterin. Mit Wintersportleiter Sebastian Fritschi, Kassier Christian Graf, Schriftführerin Jacqueline Delhey und Outdoor-Guide Cornelia Geiger hat die eigene Jugend, die bei den Naturfreunde-Skifreizeiten und Kurstagen das Skifahren beziehungsweise Snowboarden erlernt hat, nach und nach die Verantwortung übernommen.

Großes Lob zum Abschied

2010 löste Manfred Gohl den damaligen Vorsitzenden Bernd Schuler an der Vereinsspitze ab. Gemeinsam mit Jürgen Kempter, der schon seit 1996 Zweiter Vorsitzender war, präsentierte sich der Verein in den folgenden Jahren sehr engagiert und offen für neue Lösungen. Bürgermeister Rainer Stolz zeigte sich beeindruckt: „Ihr hinterlasst ein großartiges Lebenswerk, das nun von den Jungen weitergeführt wird.“ Als besondere Eigenschaft Gohls beschrieb er dessen Weitsichtigkeit und klare Strategie, neben dem Vermögen, sich zu kümmern.

„Manfred hat immer gewusst, wo es lang geht“, wusste Markus Zähringer, Bezirksleiter der Naturfreunde Baden, Bereich Bodensee, aus vielen gemeinsamen Jahren zu berichten. Die Verantwortung zum richtigen Zeitpunkt zu übergeben, sei die konsequente Entscheidung.

Als „aktiven Ski-Lehrer, Netzwerker und mit einem riesigen Organisationstalent ausgestattet“ beschrieb Gohl Jürgen Kempter. „Du warst immer da, wenn es etwas zu helfen gab, und hast uns mit neuen Ideen vorangetrieben.“ Die Versammlung dankte den beiden Freunden mit Applaus und einem ganz besonderen Geschenk: ein zweitägiges Ski-Bau-Seminar, bei dem sie ihre Skier selbst entwerfen und bauen können. Dem Antrag von Bernd Schuler, die beiden zu Ehrenmitgliedern zu ernennen, stimmte die Versammlung zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Besonders war dieser Abend, da auch zwei Jahre Pandemie die Vereinsarbeit geprägt haben. Der Brettlemarkt konnte nicht stattfinden, auch nicht die Ski-Kurstage. Mit reduzierten Teilnehmerzahlen fanden jedoch die Freizeiten im Pitztal und in Sterzing statt. Unter besonderen Auflagen konnten die Ski-Gymnastik durchgeführt werden und eine Familienradtour im Sommer mit kleiner Besetzung. Auch die Fortbildungen fielen aus, allein die interne Ausbildung der Ski- und Snowboard-Lehrer konnte stattfinden.

Zum zweiten Mal musste 2021 die Ostereiersuchwanderung ausfallen, wie auch der Bewirtungseinsatz beim Schweizer Feiertag und Stadtgartenfest. Immerhin konnte man mit den Hähnchen to go hier eine Alternative bieten. So war auch der Belegordner des Kassiers bedeutend schmaler als in den früheren Jahren. Kassenprüfer Robert Delhey bescheinigte Graf eine hervorragende Arbeit.