So spät kommt sonst keiner ins Stadtmuseum. Schon das sei etwas Besonderes, erzählt Museumsleiter Johannes Waldschütz zur Teilnahme des Stockacher Stadtmuseums an der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen am Samstag, 18. September. Dort gibt es von 17 Uhr bis Mitternacht einige Veranstaltungen. Und auch die VHS Stockach in der Hauptstraße gegenüber dem Stadtmuseum im Alten Forstamt ist mit von der Partie. „Wir haben ein schönes Programm“, sagt Johannes Waldschütz über die beiden Stockacher Veranstaltungsorte.

Diese Führungen gibt es

Die Museumsnacht wartet mit insgesamt sechs Führungen im Stundentakt auf. Fünf davon sind in der Ausstellung „Narro – Fasnacht in Stockach“ im Stadtmuseum, eine weitere Führung bietet Einblicke in das historische Narrenstüble im Bürgerhaus Adler Post. „Das wird toll“, sagt Waldschütz voller Vorfreude. Beginn ist um 17.30 Uhr mit einer Kinderführung durch die Fasnachtsausstellung. Um 18.30 Uhr steht eine Kurzführung auf den Spuren des Stockacher Erznarren Hans Kuony an. Um 19.30 Uhr gibt es eine Kurzführung mit dem Titel „Hinter den Kulissen des Narrengerichts“. Die Führung durch das Narrenstüble beginnt um 20.30 Uhr. Später folgen noch um 21.30 Uhr die Kurzführung „Fasnacht in den Ortsteilen“ und um 22.30 Uhr die Kurzführung „Die Stockacher Fasnacht“. So gebe es die Möglichkeit, mal zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit ins Museum zu gehen, fasst Waldschütz zusammen.

Jeder könne ganz spontan einfach vorbeikommen und an einer Führung teilnehmen, erklärt der Museumsleiter zu den Stockacher Veranstaltungen. Er weist vor allem auch auf die seltene Möglichkeit hin, um 20.30 Uhr das Narrenstüble anschauen zu können. Dort sei die Personenzahl auf etwa 20 Teilnehmer begrenzt.

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Momentan sind zwei Besonderheiten zu sehen

Es gibt ein Schmankerl in der Fasnachtsausstellung, wie Johannes Waldschütz sagt: „Derzeit zeigen wir zwei Leihgaben der Zentralbibliothek Zürich.“ Es handle sich um seltene Abbildungen des Narren Hans Kuony: Eine Federzeichnung von Johann Rudolf Holzhab aus dem 18. Jahrhundert und einen Hans-Kuony-Kupferstich, den ein anonymer Schweizer Meister im Jahr 1773 angefertigt habe.

„Diese beiden Leihgaben sind nur temporär bis Ende November in der Ausstellung zu sehen“, erläutert Johannes Waldschütz. Die Ausstellung selbst dauert noch bis Ende März 2022.

Martin Bosch, Heinz Martin, Sybille Trefflich, Michael Epple, Marcel Reiser (von links) und einige weitere hören Museumsleiter Johannes Waldschütz (rechts vom Bildschirm) aufmerksam zu.
Martin Bosch, Heinz Martin, Sybille Trefflich, Michael Epple, Marcel Reiser (von links) und einige weitere hören Museumsleiter Johannes Waldschütz (rechts vom Bildschirm) aufmerksam zu. | Bild: Claudia Ladwig

Fotoausstellung bei der VHS

Die VHS in Stockach und der Fotoclub Zizenhausen nehmen an der Museumsnacht mit einer Ausstellung in den Räumen der VHS teil, die bis zum 9. Januar 2022 läuft. Die Clubmitglieder zeigen Fotos aus dem Jahr 2020. Das Motto laute „Meine schönste Aufnahme“, heißt es auf der Internetseite der Museumsnacht: „Jedes Mitglied hat seine bestimmten Vorlieben in der Vielfalt der Fotografie: von Makro- über Tierfotografie bis Action- und Naturfotografie, auch Stillleben und Studioaufnahmen sind mit dabei.“ Den Fotoclub gibt es bereits seit 1956 und die Mitglieder treffen sich regelmäßig.

Freier Eintritt und die Orte

Dieses Jahr ist der Zutritt überall kostenlos – auch in den anderen Gemeinden, die mitmachen. Das sind neben Stockach auf deutscher Seite Singen, Gaienhofen und Wangen sowie auf Schweizer Seite Schaffhausen, Thayngen, Diessenhofen, Feuerthalen, Neuhausen und Hallau. In Singen gibt es zum Beispiel im archäologischen Hegau-Museum mehrere Vorlesegeschichten und Workshops für Kinder, in der Galerie Vayhinger gibt es um 18 und 21 Uhr Künstlergespräche und die Stockacher Künstlerin Birgit Brandys präsentiert von 17 Uhr bis Mitternacht Porträts im Maggi-Tunnel am Bahnhof. Hinter der Stadthalle findet um 19.30 Uhr und 21.30 Uhr jeweils eine Modenschau statt. Dazu kommen noch viele andere Veranstaltungsorte in der Stadt, die Verschiedenes bieten. In Gaienhofen sind den ganzen Abend über eine Ausstellung, Führungen, Bewirtung und Unterhaltung in der Fabrik am See geplant.

Die 3G-Regel

Waldschütz erklärt, beim Zugang zum Stadtmuseum Stockach gelte, dass die Besucher geimpft, negativ getestet oder genesen sein müssen. Jeder erhalte dann einen Bändel, der zeigt, dass dies nachgewiesen wurde. Aufgrund der Pandemie werde es dieses Jahr neben den Veranstaltungen im Museum und der VHS aber kein großes Begleitprogramm geben.

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