Bei der Hauptversammlung des Umweltzentrums Stockach (UZ) gaben der Vorsitzende Karl-Hermann Rist und die Leiterin Sabrina Molkenthin Einblicke in die Arbeit des Fördervereins. Der Vorstand berichtete laut Mitteilung, das UZ sei mit einem blauen Auge durch die Pandemie gekommen.

Die meisten Veranstaltungen hätten abgesagt werden müssen, sodass es zu finanziellen Einbußen gekommen sei. Aber auch Positives gab es zu berichten: Das Umweltzentrum wurde im vergangenen Jahr für das Projekt „Grünes Band Wahlwies“ mit dem Naturschutzpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Daher blickt Rist guter Dinge in die Zukunft des Umweltzentrums.

Kaum Veranstaltungen im vergangenen Jahr

Sabrina Molkenthin bot im Anschluss detaillierte Einblicke in die Arbeit des vergangenen Jahres. Durch die Pandemie habe es einen starken Einbruch bei den Veranstaltungen gegeben. 2020 hätten nur 47 Veranstaltungen mit insgesamt 734 Teilnehmern stattfinden können. Im Jahr zuvor gab es noch 126 Angebote mit 2240 Teilnehmern.

Einige Veranstaltungen, wie „Der Runde Tisch Mobilität“ oder die „Auftaktveranstaltung der Amphibienaktion“ wurden ins Netz verlegt. Auch die Kooperationen mit den Stockacher Schulen hätten im vergangenen Jahr eingeschränkt werden müssen: Waren es im Jahr 2019 noch 52 Veranstaltungen mit 628 Schülern, konnten 2020 nur 12 Veranstaltungen mit 82 Kindern stattfinden.

Es geht wieder los

Nach der Zwangspause können aber aktuell wieder alle Veranstaltungen durchgeführt werden, so die Mitteilung. Beispielsweise findet am ersten Ferientag eine naturkundliche Bootstour auf dem Überlinger See statt.

Die durch die eingeschränkten Veranstaltungen gewonnene Zeit, habe im letzten Jahr in die Projektarbeit fließen können. So wurde die Radwegweisung, die das UZ in Kooperation mit der Stadt Stockach geplant hatte, in diesem Jahr fertiggestellt.

Diese Projekte wurden umgesetzt

Das Grüne Band Wahlwies, der Streuobstlehrpfad, verschiedene Weiher sowie Biotopverbundprojekte konnten auch im vergangenen Jahr gepflegt werden. Hinzu kommt die Hoppi-Ranch, ein Grundstück in Hoppetenzell, welches im vergangenen Jahr ans UZ gespendet wurde, so die Mitteilung. Im Rahmen des Förderprogramms Streuobstkonzeption Baden-Württemberg, habe das UZ 409 Streuobstbäume schneiden können. Nicht zuletzt standen für das Umweltzentrum die Betreuung des Wertstoffhofs und die Abfallberatung auf dem Programm.

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Für die Zukunft ist, laut Mitteilung, in Kooperation mit dem Nabu-Bodenseezentrum ein Kiebitz-Projekt in der Espasinger Niederung geplant. Dazu heißt es: „Die Mitglieder des Umweltzentrums freuen sich auf weitere Naturschutzprojekte und auf das anstehende Jubiläum im kommenden Jahr: Der Förderverein kann im Jahr 2022 sein 30-jähriges Bestehen feiern.“

Beendet wurde die Hauptversammlung mit einem Spaziergang an den beim Erlenhof gelegenen Storchenweiher stand. Der Weiher ist einer der vielen Lebensräume, die zum Biotopverbund Grünes Band Wahlwies gehören.