Großer Andrang herrschte beim Impftag am gestrigen Montagmorgen vor der Jahnhalle, ruhiges aber konzentriertes Arbeiten drinnen. Während die Teilnehmer draußen warteten und sich an der Anmeldung stauten, konnten sich die Impfärzte und -helfer vom Kreisimpfzentrum Zeit nehmen, den Leuten in Ruhe Ablauf und mögliche Nebenwirkungen der Impfung zu erklären.

Großer Andrang vor der Jahnhalle am Montagvormittag: Für die Termine am Morgen hatten sich besonders viele Leute angemeldet. Vor der Registrierung mussten daher einige warten.
Großer Andrang vor der Jahnhalle am Montagvormittag: Für die Termine am Morgen hatten sich besonders viele Leute angemeldet. Vor der Registrierung mussten daher einige warten. | Bild: Mario Wössner

Anmeldungen nicht für alle Impfstoffe notwendig

Und das, obwohl sich bis Freitagabend laut Hauptamtsleiter Hubert Walk schon rund 150 Menschen für den Impftag angemeldet hatten – 50 für den Wirkstoff von Johnson & Johnson, insgesamt 100 für Biontech und Moderna.

Für Impfungen mit dem Wirkstoff Astra Zeneca-Zeneca hatten sich zu wenige Personen angemeldet, er wurde daher gar nicht verimpft. Denn sind die Ampullen, die für mehrere Impfungen reichen, einmal angebrochen, muss die darin enthaltene Wirkstoffmenge innerhalb von zwei Stunden verbraucht werden. „Das muss im Voraus genau geplant werden“, erklärt Cornelia Giebler von der Stadt Stockach, über die die Termine gebucht werden konnten.

Gabriele Eckert, Hauptamtsleiter Hubert Walk und Personalratsvorsitzende Cornelia Giebler organisierten den Impftag in der Jahnhalle. Sie freuten sich über die große Nachfrage.
Gabriele Eckert, Hauptamtsleiter Hubert Walk und Personalratsvorsitzende Cornelia Giebler organisierten den Impftag in der Jahnhalle. Sie freuten sich über die große Nachfrage. | Bild: Mario Wössner

„Ich war schon etwas aufgeregt“

Eine der Impfwilligen war Phoebe Höfler-Robitsch. Die 14-jährige Stockacherin hatte lange auf einen Termin gewartet, endlich wurde der Impfstoff von Biontech auf für unter 18-Jährige zugelassen.

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„Ich war davor schon etwas aufgeregt, weil ich gar nicht mehr wusste, wie eine Impfung genau abläuft. Ich freue mich aber, dass ich jetzt endlich geimpft wurde“, sagte sie, nachdem sie in der Impfkabine von der 20-jährigen Krankenschwester Hala Hijazi geimpft wurde. Danach ging es für sie für 15 Minuten in den Wartebereich.

Der Konstanzer Unfallchirurg Kilian Rahm erklärt dem 19-jährigen Niklas Klaiber aus Winterspüren im Aufklärungsgespräch Ablauf und Nebenwirkungen der Impfung mit Biontech.
Der Konstanzer Unfallchirurg Kilian Rahm erklärt dem 19-jährigen Niklas Klaiber aus Winterspüren im Aufklärungsgespräch Ablauf und Nebenwirkungen der Impfung mit Biontech. | Bild: Mario Wössner

Teilnehmerzahl übertrifft Erwartungen

Bereits zum diesem Zeitpunkt war klar, dass deutlich mehr als die angemeldeten 150 Teilnehmer kommen werden. „Uns haben heute Morgen schon einige Leute angerufen, ob sie spontan noch vorbei kommen können“, berichtete Walk.

Denn nur für die Impfstoffe von Johnson & Johnson sowie Astra Zeneca war eine Anmeldung erforderlich. Er rechnete daher mit über 200, eher sogar fast 300 Impfwilligen. Bis zum angekündigten Ende um 18 Uhr kamen insgesamt über 280 – weitere Wartende standen noch an.

Impfwillige freuen sich über reibungslosen Ablauf

Geimpft wurde auch Niklas Klaiber aus Winterspüren. Der 19-Jährige sagte: „Es ist toll, dass das hier so einfach geklappt hat, denn ich lasse mich vor allem impfen, um meine Oma zu schützen, bei der ich momentan wohne.“

Ursula Adam in der Impfkabine. Die 57-Jährige arbeitet sonst als Krankenschwester.
Ursula Adam in der Impfkabine. Die 57-Jährige arbeitet sonst als Krankenschwester. | Bild: Mario Wössner

Den Stich mit dem Corona-Schutz versetzte ihm Ursula Adam. Die 57-Jährige hilft seit Februar im Impfteam mit – zum zweiten Mal war sie in Stockach dabei. Sie würde auch weiterhin helfen, denn „hier kann ich meine Kenntnisse als Krankenschwester einbringen“, sagte sie.

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