Der Weg zu dichterer Bebauung im Gebiet „Reiser“ ist beinahe frei. Ein entsprechender Bebauungsplan für das Areal rund um den Baustoffhandel Bücheler und Martin – ehemals Sitz des Bauunternehmens Mühlherr-Wagner – geht nach einem Änderungswunsch aus dem Gemeinderat nun in einem Punkt noch einmal in die Offenlage. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Der entscheidende Punkt waren die zulässigen Bauhöhen. Martin Bosch (CDU) hatte die Frage aufgeworfen, wie hoch Gebäude in dem Bereich werden dürften. Denn allein über die Zahl der zulässigen Vollgeschosse könne man ziemlich hoch bauen und es könnte zu Streit kommen, so Bosch. Laut Harald Schweikl vom Stadtbauamt würden bei einem nicht qualifizierten Bebauungsplan wie diesem Referenzgebäude als Anhaltspunkt für die Höhen dienen.

Offenlage für die Gebäudehöhen

Um mögliche Diskussionen zu vermeiden, entschied das Gremium, eine maximale Gebäudehöhe von elf Metern im Bebauungsplan festzulegen. Und für diesen Punkt gibt es nun eine weitere öffentliche Auslage. Zu allen anderen Punkten des Bebauungsplans können keine Stellungnahmen mehr abgegeben werden.

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Bosch hatte noch mehrere andere Anmerkungen. So fragte er an, ob man eine mögliche Anlieferung zum Baustoffhandel über einen im Bebauungsplan vorgesehenen Erschließungsweg mit Wendehammer verhindern könne. Laut Bürgermeister Rainer Stolz müsste die Stadtverwaltung dies per Gewichtsbeschränkung auf dem Weg umsetzen, was aber nicht zum Bebauungsplan gehöre.

Was noch zu klären ist

Zur Hochwassergefahr, die Bosch schon früher zur Sprache gebracht hatte, sagte Stadtbaumeister Willi Schirmeister, man sei noch am Planen, ob man Wasser per Staukanal oder über einzelne Zisternen abführen solle.

Auch die Einfahrt vom Plangebiet in die Radolfzeller Straße (B 313) sei kein Fall für den Bebauungsplan, sondern für das städtische Ordnungs- und Baurechtsamt, so Stolz auf Boschs Anfrage.