Die Stadt Stockach will nachlegen, was Kindergartenplätze angeht. Dabei sollen auch alternative Betreuungsangebote geschaffen werden. Der Gemeinderat erteilte kürzlich in einer Sitzung seine Zustimmung zu einem Baugesuch für einen Waldkindergarten im Osterholz.

Dieser soll am Airacher-Sträßchen in der Nähe des Streuobstlehrpfads entstehen und SÜDKURIER-Informationen zufolge Platz für 20 Kinder ab einem Alter von drei Jahren bieten. In den Plänen, die Hauptamtsleiter Hubert Walk in der Gemeinderatssitzung präsentierte sind zwei Hütten eingezeichnet, die den Kindern Schutz vor Wind und Wetter bieten sollen. Ob gleich von Anfang an beide Hütten gebaut werden, werde im Rahmen der Haushaltsplanberatungen entschieden, erklärte Walk.

Eine der beiden Hütten sei mit einer Toilette ausgestattet, diese werde auch auf jeden Fall zuerst gebaut. Ansonsten seien die Hütten gleichartig ausgelegt. Ein Notstromaggregat könne elektrischen Strom liefern, falls dieser benötigt wird. „Der Standort ist mit dem Forst abgesprochen. In dem Bereich sind bereits einige Bäume umgefallen, andere müssten ohnehin noch gefällt werden“, erklärte Walk mit Blick auf die Auswahl des Standortes.

Große Zustimmung zu den Plänen

Die Einrichtung soll zum neuen Kindergartenjahr startbereit sein. Sogar die Suche nach geeignetem Personal sei bereits angelaufen. „Wir haben schon gute Gespräche geführt“, sagt Walk. Die vorgestellten Pläne stießen auf große Zustimmung bei den Mitgliedern des Gemeinderats. Claudia Weber-Bastong (SPD) merkte allerdings an, dass ihr eine einzige Toilette für die geplante Einrichtung zu wenig erscheint. Hubert Walk wies allerdings darauf hin, dass es durchaus auch Waldkindergärten gebe, die über gar keine Toilette verfügen.

Laut dem Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten gibt es bisher rund 2000 solche Einrichtungen in Deutschland. Die Kinder werden dabei vorrangig in der freien Natur betreut. Die Kinder sollen dabei die Natur spielerisch zu erkunden, kennen und schätzen lernen, schreibt der Verband.

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