Die Outdoor-Erlebniswoche, die die Stadtjugendpflege Stockach anbietet, ist ein Höhepunkt im Ferienprogramm. Bereits zum achten Mal begeisterten Mitarbeiter der Event-Agentur Geländespieler aus Bräunlingen neun- bis 13-jährige Kinder mit ihren spannenden Angeboten. 26 Mädchen und Jungen nahmen an der fünftägigen Veranstaltung teil.

Stadtjugendpfleger Frank Dei ist froh, dass die Erlebniswoche trotz der Corona-Pandemie stattfinden konnte. „Corona ist allgemein im Ferienprogramm ein Thema, durch die Verordnung der Kinder- und Jugendarbeit hatten wir zum Glück relativ früh das Go, dass wir was machen dürfen“, erzählt er beim Abschlussgespräch.

Dieses Mal nicht ausgebucht

Die Besonderheit bei bis zu fünftägigen Angeboten sei, dass die Kinder nur am ersten Tag einen negativen Test benötigten. „Wir durften die Tests mit Einverständnis der Eltern hier selbst durchführen und hatten dafür am Montag eine Teststation aufgebaut“, berichtet Dei. Mit einem negativen Testergebnis seien die Kinder dann von der Maskenpflicht befreit gewesen. Sonst gelten die normalen Corona-Regeln mit Abstand und Desinfektion.

Mit 26 Kindern sind weniger Teilnehmer dabei als früher. Der Stadtjugendpfleger bestätigt den Trend: „Wir haben festgestellt, dass die Eltern allgemein beim Anmelden sehr zurückhaltend sind. Sonst ist die Outdoor-Erlebniswoche ausgebucht, diesmal sind es eben weniger, aber wir sind mit der Anzahl sehr zufrieden.“ Etwa die Hälfte der Kinder nehme mindestens zum zweiten Mal am Ferienprogramm teil, erzählt Frank Dei. Und viele hätten schon signalisiert, dass sie im nächsten Jahr wiederkommen wollten.

„Eine besonders tolle Truppe“

Das Team der Geländespieler mit Leiter Marcus Ewald, Lisa Meyer und Moritz Baum wurde von Alina Binkele unterstützt. Sie fängt im September als FSJ-Kraft bei der Stadtjugendpflege an. Marcus Ewald ist sehr zufrieden: „Die Kinder waren von Beginn an richtig gut dabei, wussten zum Teil schon, was sie erwartet und haben die anderen mitgenommen. Sie kannten das Grundgerüst von Regeln und Abläufen, die neuen Kinder haben sich gut eingefügt. Es war dieses Mal eine besonders tolle Truppe.“

Was gut ankomme, könne so beibehalten werden, findet er. Das Angebot sei deshalb in jedem Jahr ähnlich, ein paar Dinge würden aber stets geändert. Auf keinen Fall dürfe die ganztägige Kanutour fehlen, für die die Gruppe halbiert wird. „Sonst waren wir auf dem Rhein, da wäre es wegen des vielen Wassers diesmal zu gefährlich gewesen, deshalb waren wir auf der Donau.“

Während die eine Hälfte unterwegs war, gestaltete die andere Nagelbilder und Schwimmnudelpferde und tobte sich später mit Bogenschießen und Loopy-Bällen aus. Diese riesigen, durchsichtigen Gummibälle werden aufgepumpt, eine Person klettert hinein, wird angeschnallt und kann dann mit dem Ball herumlaufen, durch die Gegend rollen oder hüpfen. Neben dem ganztägigen Geländespiel im Wald gab es eine neue waldpädagogische Einheit. Marcus Ewald, der auch Förster ist, hatte dafür im Osterholz verschiedene Stationen vorbereitet.

Outdoor-Woche auch 2022

Wenn die finanzielle Unterstützung weiter da ist, wollen Geländespieler und Stadtjugendpflege die Outdoor-Erlebniswoche auch nächstes Jahr wieder anbieten. „Und natürlich wollen wir auch das zehnjährige Jubiläum unbedingt hinkriegen“, sagen Marcus Ewald und Frank Dei unisono. Beide danken der TG Stockach, die das Gelände zur Verfügung stellt, und der Bürgerstiftung Stockach für ihr großzügiges Engagement.

3.800 Euro beträgt deren Zuschuss, der Teilnehmerbeitrag pro Kind bei liegt bei 100 Euro. Ein Gratis-Angebot sei nicht gut, durch den Beitrag entstehe eine gewisse Verbindlichkeit und die Veranstaltung bekomme einen Wert, sind sich Willi Zöller, Manfred Peter und Wolfgang Kammerlander von der Bürgerstiftung einig. Sie sagen aber ganz klar: „Wenn ein Kind gerne mitmachen möchte, dann muss es möglich sein. Und wenn die Familie es sich nicht leisten kann, finden wir einen Weg.“

Geländespiel, Loopy-Ball, Kanufahren

Auch einige Kinder kommen zu Wort. Tamina (10) sagt: „Die Attraktionen waren total gut, vor allem der Loopy-Ball. Wenn man da kopfüber drin ist, will man am Ende nicht mehr aufhören.“ Kai (10) fand das Geländespiel im Wald gut. „Wir hatten anderes Geld, mussten uns viel merken und gut handeln. Und mit dem Loopy-Ball konnte man coole Saltos machen.“ Auch die neunjährige Luisa ist begeistert. Sie hat mit ihrer Freundin Marie teilgenommen. Kanufahren und Bogenschießen seien besonders toll gewesen.

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Sofia (10) schließt sich an. Sie erzählt, dass es beim Geländespiel im Team nicht nur ums Gewinnen, sondern um den Spaß ging. Und sie lobt die Betreuer: „Man konnte gut mit ihnen reden.“ Victoria (9) ergänzt: „Die Betreuer waren sehr nett, sie haben uns immer geholfen und es gab fast nie Streit. Und das Essen war immer lecker.“ Die zehnjährige Lioba war schon zum zweiten Mal dabei. Ihre Aussage steht für sich: „Ich bin eigentlich Langschläferin, aber jeden Tag von allein aufgestanden.“