Seit 15 Jahren gibt es einen Tafelladen in Stockach, seit dem vergangenen Jahr in den neuen Verkaufsräumen in der Nellenburgstraße. Doch das Geburtstagsjahr ist von Schwierigkeiten geprägt. Wie auch andere Tafeln befände sie sich an der Grenze des Leistbaren, sagt Leiterin Margot Kammerlander. Trotz der Spenden von Supermärkten, Discountern und Privatleuten seien die Regale gerade sehr ausgedünnt und das Sortiment müsse oft rationiert werden. Denn der Andrang ist groß, die Lebensmittel werden aber weniger. Jüngst hatten Kammerlander und ihr Team ausführlich von den Problemen berichtet.

Dennoch soll das 15-jährige Bestehen gefeiert und dabei dankbar auf das zurückgeschaut werden, was in dieser Zeit auch dank der verlässlichen Unterstützung der Sponsoren geleistet und umgesetzt werden konnte.

Neue Räumlichkeiten endlich vorstellen

Margot Kammerlander und ihr Helferteam wollen den neuen Laden in der Nellenburgstraße 1a endlich der breiten Öffentlichkeit vorstellen und bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Denn Corona-bedingt fand die Eröffnung 2021 nur im kleinsten Rahmen statt. Nun ist am Samstag, 2. Juli, von 15 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür geplant. Margot Kammerlander betont: „Jeder darf kommen und sich informieren.“

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Aktuell doppelt so viele Kunden pro Tag

Aktuell kommen 80 bis 100 Personen pro Öffnungstag – das sind doppelt so viele wie vor dem Ukraine-Krieg. Die meisten sind Rentner oder Geflüchtete, auch einige Alleinerziehende kaufen in der Stockacher Tafel ein. Ukrainer erhalten nach Vorlage ihres Sozialpasses eine Kundenkarte, alle anderen müssen Unterlagen vom Jobcenter, ihren Rentenbescheid oder einen anderen amtlichen Nachweis zeigen, um eine Kundenkarte als Einkaufsberechtigung zu bekommen.

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Vor dem Tafelladen verteilen die Helfer dann bis zu 100 nummerierte Einlasskarten. Jeder Kunde zieht eine Karte und muss dann abwarten, bis er eintreten darf. Wer eine hohe Zahl habe, könne natürlich nochmal gehen und später wiederkommen, so Kammerlander. Sie sagt: „Die Auswahl beim Obst und Gemüse ist am Ende der Öffnungszeit zwar nicht mehr so groß, aber wir versuchen, alles so gerecht wie möglich einzuteilen, damit auch die letzten Kunden noch etwas bekommen.“