Das neueste Gerät eines kalifornischen Technik-Konzerns, die neuesten Turnschuhe einer weltweit aktiven Marke und die Vorsitzende einer deutschen Regierungspartei – was haben alle drei miteinander gemeinsam? Sie sind heiß begehrt. Zumindest verkündet das Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken starken Andrang auf den Vorverkauf zur Gerichtsverhandlung gegen Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU, die am Schmotzigen Dunschtig, 28. Februar, stattfindet. Zwecklos, sich jetzt noch um Karten zu bemühen – die waren schon wenige Stunden nach Beginn des Vorverkaufs weg, schreibt Narrenrichter Jürgen Koterzyna per Pressemitteilung. Nun bleibt nur noch das Fernsehen als Ersatz. Merke: Bundesweite Prominenz zieht mehr als landesweite – für Thomas Strobls Verhandlung waren noch deutlich länger Karten zu haben.

Ob nun aber wirklich Menschen über Nacht irgendwo campiert haben, um den Verkaufsstart am vergangenen Samstag nicht zu verpassen, ist nicht überliefert. Im Zweifel hätte es dabei ja auch der eigene Rechner getan, denn das Narrengericht ist schon längst auch online unterwegs. Und Menschen, die vor ihrem Computer übernachten, sind nun wirklich kein so imposantes Motiv wie Warteschlangen, die sich wegen der neuesten Telefone oder Schuhe um ganze Häuserblöcke winden.