Sven Gebhart ist seit kurzem beim Landschaftserhaltungs-Verband Konstanz (LEVKN), dessen Geschäftsstelle in Stockach liegt, im Arbeitsbereich Biotopverbund tätig. Nach seinem Masterabschluss im Bereich Forstwissenschaft war Gebhart an der Universität Freiburg im Rahmen eines europaweiten Projekts für die Forstliche Versuchsanstalt im schottischen Roslin tätig.

Anschließend war er drei Jahre lang als Leitender Auditor und Evaluator für Zertifizierungssysteme tätig, die sich auf nachhaltige Waldbewirtschaftung beziehen. Bevor es ihn schließlich zum LEVKN zog, arbeitete er als hauptamtlicher Geschäftsführer bei der BUND Ortsgruppe Pfullendorf und als freiberuflicher Auditor.

Beratung, Koordination, Priorisierung

In seiner neuen Rolle lägen die Hauptaufgaben in der Beratung, Koordination und Priorisierung von flächenbezogenen Maßnahmen mit den Kommunen, wie er erklärt. Hinzu kämen die Begleitung der Maßnahmenumsetzung und die Durchführung einer Maßnahmenkontrolle sowie die Auswertung der vorhandenen Datengrundlagen.

Allen Interessengruppen stehe mit ihm ein Ansprechpartner in Bezug auf die Umsetzung des Biotopverbundes zur Verfügung. Von Vorteil sei, dass dabei durch eine zentrale Steuerung ein sinnvoller Verbund zwischen Flächen verschiedener Kommunen geschaffen werden könne. Das trage in Absprache mit den umliegenden Kreisen zu einem funktionalen Gesamtverbund im Land bei.

21 Millionen Euro für Biotopverbund

Grundlage dafür, dass seine Stelle überhaupt geschaffen wurde, sei ein auf dem Volkbegehren „Rettet die Bienen“ basierendes Eckpunktepapier der Landesregierung Baden-Württemberg, das über eine Novellierung des Naturschutzgesetzes verankert wurde.

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Vom Land stehen für die Umsetzung des Biotopverbundes für die kommenden zwei Jahre rund 21 Millionen Euro zur Verfügung, so Gebhart. Über diese Mittel werde neben der Finanzierung von flächenbezogenen Maßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit je eine Stelle bei den Landschaftserhaltungs-Verbänden geschaffen – auch beim LEVKN.