Die Einwohnerversammlung der Stadt Stockach wird dieses Jahr in einem neuen Format stattfinden. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Hintergrund ist die Corona-Pandemie. Zuletzt habe man regelmäßig 100 bis 150 Besucher zu den Versammlungen begrüßt, heißt es in der Sitzungsvorlage. So viele Besucher werden nach den Corona-bedingten Hygienevorschriften aber nicht ins Bürgerhaus Adler-Post kommen dürfen, so Bürgermeister Rainer Stolz in der Sitzung.

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Daher soll die Einwohnerversammlung in diesem Jahr in einem digitalen Format stattfinden, so der Vorschlag der Verwaltung. Am vorgesehenen Termin am Montag, 23. November, um 19 Uhr sollte man aber grundsätzlich festhalten, so Stolz. Die Verwaltung schlug die Zusammenarbeit mit der Firma Translake aus Konstanz vor, die ähnliche Veranstaltungen laut Stolz bereits durchgeführt habe. Fragen der Einwohner sollen über eine Chatfunktion gestellt werden. Wer nicht selbst per Internet teilnehmen kann, habe die Möglichkeit, die Versammlung im großen Sitzungssaal des Rathauses zu verfolgen, so Stolz weiter. Dort sollen laut der Sitzungsvorlage Mitarbeiter der Verwaltung zur Verfügung stehen, um Fragen in den Chat einzupflegen.

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Die Kosten für die Online-Einwohnerversammlung beschäftigten Michael Junginger (CDU). Hauptamtsleiter Hubert Walk bezifferte diese mit etwa 2000 Euro, wobei es auch größer und teurer gegangen wäre. Martin Bosch (CDU) hinterfragte, ob der Sitzungssaal im Rathaus groß genug für die Zuhörer sei, die nicht digital an der Versammlung teilnehmen können. Nach der Schätzung von Bürgermeister Stolz passen etwa 20 Personen mit ausreichend Corona-Abstand in den Saal, was in seinen Augen genügen dürfte. Stolz sagt auch, man hoffe, mit der Online-Lösung andere Zielgruppen zu erreichen als die bisherigen 100 bis 150 Besucher.

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