Große Freude bei den jungen Musikern: Nach zwei Jahren Pause hat die Musikschule Stockach wieder zu einem Konzert vor Publikum eingeladen. Die Vorbereitung drauf sei kurz gewesen, erklärte die Schule in einer Pressemitteilung. Musikdirektor Helmut Hubov hatte die Leitung inne. Es traten alle drei Orchester, Gruppenspiel, Schulorchester und Jugendblasorchester, auf.

Das sagt der musikalische Leiter

In seiner Begrüßung blickte Helmut Hubov auf 45 Jahre Musikschule Stockach zurück und blickte in die Zukunft. „Das Tor zur Musik steht für alle offen“, betonte er am Samstagabend in der Jahnhalle, und setzte sich damit für die universelle Sprache der Musik ein, die keine Barrieren und Grenzen kenne. „Mit dem Herzen sind wir bei unseren ukrainischen Freunden und spenden den Eintritt an die Ukrainehilfe der Stadt Stockach“, erklärte Helmut Hubov und gab dann die Bühne frei für den Auftritt des Gruppenspiels.

Das Schulorchester in roten Shirts: Es ist eines von drei auftretenden Orchestern beim Auftritt der Musikschule Stockach und widmete ...
Das Schulorchester in roten Shirts: Es ist eines von drei auftretenden Orchestern beim Auftritt der Musikschule Stockach und widmete sich auch der Filmmusik. | Bild: Musikschule/Antonia Ried

Für die Kleinsten im Gruppenspiel war es der erste große Auftritt, und so erzählte der siebenjährige Alwin Dehner, dass er doch ein bisschen nervös sei vor seinem ersten Konzert. Er spielt seit eineinhalb Jahren Euphonium und freute sich vor allem auf das Stück „Power Rock“, das mit der Melodie von „We will rock you“ auch die 400 Zuhörer in der voll besetzten Jahnhalle begeistert. Pascal Martin hatte die Aufgabe des Ansagers inne, und so spielten die 35 Kinder des Gruppenspiels mit viel Konzentration und Freude „A round with the master“ von Joseph Haydn, ein Loblied an die Nachtigall aus dem Nachtigall-Kanon.

Lob vom Bürgermeister

Bürgermeister Rainer Stolz lobte in seiner Begrüßung das große Engagement der Familie Hubov, die die Liebe zur Musik so vielen Menschen in Stockach weitergegeben habe und mit den hochkarätigen Orchestern auch große Anerkennung erfahre. „Ich find‘s klasse, dass Ihr das macht“, bekräftigt er und freute sich über das große Publikum, was den hohen Stellenwert der Musik in Stockach deutlich mache. Die Musikschule sei ein „großes Glück“ für Stockach, und als Anerkennung für 45 Jahre musikalische Ausbildung und Begleitung kündigte er einen Betrag von 450 Euro für die Musikschule an.

Mit „Clap your hands“, einer Volksweise aus Amerika, animierte das Gruppenspiel mit Schenkel- und Händeklatschen das Publikum zu kräftigem Applaus und ließ die Turmuhr Mitternacht schlagen bei „12 the clock strikes“. „Turbo Rock“ von Michael Sweeney war so energiegeladen, dass die Musiker die Zugabewünsche des Publikums gern erfüllten.

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Die 45 Instrumentalisten des Schulorchesters mit Moderator Florian Bender zeigten mit Spielfreude eine große musikalische Vielfalt von Schwerttänzen aus der Renaissance mit „Soldiers‘ procession and sword dance“ über das majestätische „Trumpet voluntary“ bis hin zu berühmten Filmmusiken aus „Der Herr der Ringe“ und einen rasanten Stück aus „The Incredibles“. Die Zuhörer spendeten großen Applaus.

In weinroten Shirts: Das Jugendblasorchester. Beim dem Konzert hat Bürgermeister Rainer Stolz das Publikum begrüßt.
In weinroten Shirts: Das Jugendblasorchester. Beim dem Konzert hat Bürgermeister Rainer Stolz das Publikum begrüßt. | Bild: Musikschule Stockach

Die 36 Mitglieder des Jugendblasorchesters hätten sich auf höchstem Niveau präsentiert, heißt es in der Pressemitteilung. Maria Ruh sagte das Programm an. Dem taktwechselreichen Stück „Pulsation“ von Richard L. Saucedo folgte ein Medley aus dem Film „The greatest showman“. Passend zum Jahr des Schlagzeugs 2022 zeigte Solist Elias Zickenberg sein Können. Zum Abschluss spielte das Orchester Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ sowie zwei Zugaben, darunter Beethovens „Ode an die Freude“.