Thomas Huber ist nicht nur katholischer Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Stockach, sondern auch Buchautor und App-Entwickler. Er hat kürzlich zwei Bücher im KDP Eigenverlag bei Amazon veröffentlicht – somit werden die Exemplare nur auf Bestellung gedruckt. Sie seien aber auch über den lokalen Buchhandel bestellbar.

Die Bücher basieren auf seiner Diplomarbeit sowie der Pfarrexamensarbeit. „Die Gedanken von früher gefallen mir und erfüllen mich“, sagt der 49-Jährige. Was er geschrieben habe, führe zum Ursprung des Priestertums zurück. Er habe diese Werke schon länger gebunden haben wollen, um sie verschenken zu können. Ein Buch mit 75 Seiten und einem Bild des Papstes auf dem Einband heißt „Neue Perspektiven für eine Pastoral in unserer Zeit – Pastorales Handeln in der Peripherie verorten“. Das andere Buch, „Der priesterliche Zölibat in Äußerungen des Lehramtes der Kirche“, hat 117 Seiten.

Was das Buch mit dem Papst zu tun hat

Die Idee, die Bücher umzusetzen sei ihm nach Weihnachten gekommen, so Huber. Das Pontifikat, also die Amtszeit des Papstes, habe viel mit Weihnachten zu tun, da es darum gehe, dass Zeichen geschehen. „Der Papst zeigt viel durch Zeichen“, erklärt Huber. An den Zeichen des Papstes erkenne man die Kirche wieder besser, denn er gehe die Peripherie, also den Rand, zu den Armen und Kranken. Jesus habe das als erster getan. Die Erde sei die Peripherie des Himmels und Jesus sei von der Mitte, also dem Himmel, auf die Erde gekommen.

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Dies sei das Thema seiner Examensarbeit gewesen, erläutert Huber. Im Buch habe er beschrieben, wie die Kirche an den Rand gehen sollte, wo Gott sie hinschicke und wohin er sie führe.

Ermutigendes zum Zölibat

Das andere Buch sei entstanden, weil Huber „etwas Ermutigendes zum Zölibat schreiben wollte“. Es basiere auf seiner Diplomarbeit. Das Zölibat besitze große Kraft und zeige die Hingabe zu Jesus.

Das sind die beiden Bücher, die Thomas Huber veröffentlich hat.
Das sind die beiden Bücher, die Thomas Huber veröffentlich hat. | Bild: Löffler, Ramona

Smartphone-App zu Padre Pio

Bereits vor diesen Büchern hat Huber, der studierter Ingenieur für Nachrichtentechnik ist und Programmier-Kenntnisse besitzt, eine kostenlose Smartphone-App entwickelt. Wer sich diese App namens Padre Pio auf dem Handy installiert, kann Ratschläge und Gedanken von Padre Pio, einem Kapuziner und Ordenspriester, aus verschiedenen Quellen sehen.

Im Android-Playstore wurde diese App bereits mehr als 5000 Mal heruntergeladen. Bei den Büchern sind die Zahlen bisher noch nicht so hoch, aber viele Verkäufe waren auch nie Hubers Ziel. „Ich will nichts daran verdienen. Ich freue mich, wenn jemand die Bücher bestellt“, sagt Huber. Bücher und App hätten bei den Anbietern jeweils eine Prüfung vor der Veröffentlichung durchlaufen.

Da Huber so technikaffin ist, mag er die sanierte St. Oswald-Kirche sehr. Die Kirche passe sehr gut zu ihm, sagt er. Huber erzählt außerdem, dieselbe Firma habe im Petersdom in Rom die Lautsprecheranlage installiert.

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