Reinhold Buhl

Über dem Abend wehte ein Hauch von Abschied, denn Werner Gaiser hatte angekündigt, dass dies die „Last Christmas Moments“ seien. „Nach zehn erfolgreichen Jahren mit vielen Auftritten an verschiedenen Orten wird es heute die finale Veranstaltung sein“, erklärte Gaiser zu Beginn. Er und die Solisten boten nochmal alles auf, was das Herz musikalisch in der Vorweihnachtszeit berührt.

Worin liegt das Geheimnis dieser zehnjährigen musikalischen Erfolgsgeschichte? Welches Rezept liegt ihr zugrunde? Wie jedes Rezept beginnt auch die musikalische Weihnachtsbäckerei von Werner Gaiser und seinem Musikerteam mit „Man nehme“. Was empfiehlt er nun als Zutaten? Antwort: „Alles nur vom Feinsten.“

Dieses langjährige erfolgreiche Konzept hat auch in diesem Jahr im voll-besetzten Saal des Bürgerhauses nur erstklassige musikalische Sahnetorten hervorgebracht und die Gäste zu wahren Beifallsstürmen veranlasst.

Saal bis auf den letzten Platz gefüllt

Die zwei Sängerinnen, Sabine Auer und Monja Neumeister, und die vier Instrumentalisten – Markus Veser an E-Bass und Kontrabass, Markus Schwab am Schlagzeug, Hermann Gruber am E-Piano und Werner Gaiser am Keyboard, Akkordeon, Alt-und Sopransaxophon – begeisterten die vielen Gäste, die zur letzten Auflage der „Christmas Moments“ gekommen waren.

Bei dieser ausverkauften Veranstaltung, die zum ersten Mal 2012 über die Bühne ging, gelang es Werner Gaiser, dem Initiator und musikalischen Leiter, die Gäste auch in diesem Jahr auf die beginnende Adventszeit musikalisch einzustimmen.

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Mit 15 von ihm arrangierten Weihnachtsliedern verzauberte er die Gäste. So sagte Christoph Stetter aus Stockach auf Nachfrage des SÜDKURIER: „Ich bin absolut begeistert. Werner Gaiser hat mich richtig bewegt.“ Eine Aussage, die viele begeisterte Zuhörer unterstreichen dürften.

Das gab es zu hören

So reichte das Repertoire vom stillen Lied über das Städtchen Bethlehem über ein Jodlerweihnachtslied frei nach Hubert von Goisern, neu arrangiert von Werner Gaiser, über White Christmas im Bigband-Sound mit starker Rhythmusgruppe und Saxophon-Solo des Bandleaders.

Als das bekannte Lied von Mariah Carey „All I Want For Christmas Is You“ im Jamaica-Reggea-Sound erklang, hielt es niemanden mehr auf den Sitzen, und der Pentatonix-Song „Joy To The World“ entwickelte sich zum Mitklatscher und Stimmungsmacher.

Das sichtlich begeisterte Publikum im vollbesetzten Saal des Bürgerhauses spendet nicht enden wollenden stehenden Applaus.
Das sichtlich begeisterte Publikum im vollbesetzten Saal des Bürgerhauses spendet nicht enden wollenden stehenden Applaus.

Dass er immer für eine Überraschung gut ist, bewies Gaiser auch bei der diesjährigen Veranstaltung. Während bei der letzten Aufführung im Jahr 2018 eine Balletttänzerin die Gäste mit einem „weihnachtlichen Tanz“ überraschte, sorgte dieses Mal Gaisers Sandmalerei für einen Höhepunkt des Programms.

Bei dieser Technik erzählte der Künstler Gaiser mithilfe des Sandes und seiner geschickten Finger Geschichten rund um Weihnachten voller Licht und Schatten. Das Entstehen dieser Geschichten wurde über einen Projektor auf eine Leinwand projetziert, so dass die Gäste das Entstehen der Bilder mitverfolgen konnten. Stehender Applaus war sein verdienter Lohn.

Sandmalerei ist Werner Gaisers neues Hobby. Die Abbildung hat der Künstler mit den Händen in Sand gemalt. Über eine Leinwand konnte das ...
Sandmalerei ist Werner Gaisers neues Hobby. Die Abbildung hat der Künstler mit den Händen in Sand gemalt. Über eine Leinwand konnte das Publikum beim Entstehen zusehen.

Werner Gaiser und seiner Combo ist wieder ein musikalisches Wintermärchen erster Güte gelungen. Das fast zweistündige Programm umfasste Gedichte und Geschichten – mal fröhlich, mal nachdenklich – die musikalisch eingebettet waren in deutsche und internationale Weihnachtslieder, gesanglich dargeboten von den beiden ausgezeichneten Sängerinnen Sabine Auer und Monja Neumeister sowie Hermann Gruber.

Zum gesamten Programm hat Uwe Heinzle, der die Technik führte, passende Hintergrundbilder- und Filmausschnitte eingespielt. Kulturamtsleiterin Corinna Bruggaier, die im Vorfeld mit ihrem Team die organisatorische Arbeit geleistet hatte, war begeistert von dem Zuspruch und dem vollen Haus.

Dass es die letzten Christmas Moments gewesen sein sollen, fällt nicht nur ihr schwer zu glauben. Zumal Gaiser gegenüber dem SÜDKURIER erklärte: „Es macht mir einfach Spaß zu sehen, wie sich die Leute über die weihnachtlichen Momente freuen und sich durch das Programm in das Weihnachtsfest einstimmen lassen.“