Unter „Maier Sigi“ ist der Jubilar in Stockach und Umgebung sehr bekannt. Diesen Bekanntheitsgrad verdankt der Stockacher seinen verschiedenen sportlichen Aktivitäten, die ihn sein langes Leben lang begleitet haben und mit denen er es zu großem Erfolg gebracht hat. Für Siegfried Maier war und ist ein Leben ohne Sport undenkbar, und so verwundert es nicht, dass der 90-Jährige bis heute regelmäßig einmal wöchentlich mit seinem alten Tennis-Mannschaftskameraden Hubert Steinmann auf der Anlage des TC Stockach die Filzkugel über das Netz schlägt.

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Zum Tennissport sei er 1970 gekommen, als ihn Rolf Pfeiffer, ein Mitglied der Familie, überredet habe, in den Tennisclub Stockach einzutreten – damals unter dem ersten Vorsitzenden Otto Seyfried.

Volle Konzentration auf den Ball. Der 90-jährige Siegfried Maier erwartet die gelbe Filzkugel.
Volle Konzentration auf den Ball. Der 90-jährige Siegfried Maier erwartet die gelbe Filzkugel.

„Diese Entscheidung habe ich nie bereut“, betont Maier, denn er habe mit seinem geliebten Tennissport nicht nur eine schöne kameradschaftliche Zeit, sondern auch sportlich eine sehr erfolgreiche Zeit erleben dürfen.

Ein fester Bestandteil einer Erfolgsmannschaft

Bereits 1972 schaffte er die Aufnahme in die damalige erste Herrenmannschaft, die mit ihm den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte. Nach seinem Wechsel ins Seniorentennis begann für Maier und seine Mannschaft ein kometenhafter fünfmaliger Aufstieg in Folge, von der Bezirksklasse bis in die Regionalliga. Diese Liga war damals die höchste deutsche Tennisliga. Durch diese Erfolge wurde der Badische Sportbund auf „Maier Sigi“ aufmerksam und berief ihn in die Badische Länderauswahl. Eine Ehre für Maier, aber auch für den hiesigen TC Stockach.

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Die etwas älteren Stockacher kennen natürlich noch die andere Seite dieses vielseitigen Sportlers, der seine sportliche Karriere 1948 als Leichtathlet bei der Turngemeinde Stockach begann, wo er es zu höchsten deutschen Weihen schaffte. Seine Spezialdisziplin war der Mehrkampf: 100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen. In dieser Disziplin belegte er vier Mal den zweiten Platz bei den Deutschen Turn-Meisterschaften. Das hatte zwischen 1950 und 1960 die Berufung in die Ländermannschaft zur Folge.