Dieses Berufswahl-Siegel mit der etwas eigentümlichen Abkürzung „Boris“, das für Berufsorientierung in Schulen steht, ist ein Zertifizierungsverfahren für Schulen, die im Themenbereich Berufs- und Studienorientierung über die geforderten Standards in den Bildungsplänen und Verwaltungsvorschriften hinausgehen. Um diese Zertifizierung hat sich ein Team des Berufsschulzentrums (BSZ) Stockach unter der Leitung der Berufsschullehrerin Stefanie Rau, beworben.

Jugendliche im Fokus

Dabei wird das Zertifizierungsverfahren anhand eines Kriterienkatalogs abgearbeitet. Mit diesem werden Qualitätskriterien in standardisierter Form abgefragt. Dabei stehen die Themenbereiche Jugendliche im Fokus, System Schule und Schule im Netzwerk im Mittelpunkt. Üblicherweise erfolgt das Verfahren in Präsenz dreier Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und Kammervertreter. „Corona-bedingt lief das Verfahren diesmal in digitaler Form ab“, erklärte die Vertreterin der Handwerkskammer Konstanz, Maria Grundler, die nach ihrer kleinen Laudatio das Zertifikat an die kommissarische Schulleiterin Saskia Metzler übergab.

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Maria Grundler betonte in ihrer Rede die Wichtigkeit der beruflichen Orientierung an Schulen. „Wer frühzeitig weiß, wie sein Traumberuf in der Realität aussieht, hat schon viel gewonnen.“ Sie sprach dabei das Problem der hohen Abbrecherquote in der Dualen Ausbildung an und sagte, dass man zu deren Vermeidung die jungen Menschen so früh wie möglich umfassend über den zukünftigen Berufsalltag informieren müsse, was das BSZ Stockach in vorbildlicher Weise leiste. Die Berufsorientierung stehe immer im Mittelpunkt in dieser Stockacher Schule, sei es beim Karrieretag, bei Fit for Future, beim Studieninfo-Tag oder in der Junior- und Übungsfirma.

„Ihr Engagement ist enorm,“ schloss Kammervertreterin Grundler ihr Lob an das Kollegium und Schulleitung. Die kommissarische Schulleiterin Saskia Metzler bedankte herzlich bei der Kammervertreterin und bei ihrem BSZ-Team für dessen Einsatz.