Der DRK-Ortsverein Stockach hat seine Hauptversammlung unter Einhaltung aller Corona-Regeln im Bürgerhaus Adler Post abgehalten. Manfred Jüppner, Vorsitzender des Ortsvereins, freute sich, die Mitglieder begrüßen zu können.

Das Vereinsheim war trotzdem Thema: Im vergangenen Jahr konnte der DRK-Ortsverein dort erstmals eine Hauptversammlung abhalten. Seitdem fanden dort Erste-Hilfe-Kurse für die Öffentlichkeit und Dienstabende zur Fortbildung der Mitglieder statt. Auch das Jugendrotkreuz hat sich eingelebt.

Christa Riffler ist seit 35 Jahren DRK-Mitglied und war fast 20 Jahre lang Bereitschaftsleiterin beim Ortsverein Stockach. Dafür wird sie vom Vorsitzenden Manfred Jüppner geehrt.
Christa Riffler ist seit 35 Jahren DRK-Mitglied und war fast 20 Jahre lang Bereitschaftsleiterin beim Ortsverein Stockach. Dafür wird sie vom Vorsitzenden Manfred Jüppner geehrt. | Bild: Susanne Schön

Der Verein dankte der Stadt für die verringerte Miete. Die Mitglieder hoffen, dass noch in diesem Jahr die ersehnte Fahrzeughalle gebaut werden kann – die Zeichen dafür stünden gut. „Wenn die Fahrzeuge auch da sind, können wir wieder richtige Dienstabende machen und sind endgültig am neuen Standort angekommen“, erklärte die scheidende Bereitschaftsleiterin Christa Riffler. Ihre Nachfolgerin ist Annette Spicker, die bereits im Frühjahr gewählt wurde.

Versammlung bestätigt Vorstand

In der Versammlung wurden der Vorsitzende Manfred Jüppner, sein Stellvertreter Peter Mayr, Schriftführer Cedric Michaelis, Schatzmeisterin Romina Heinz und Bereitschaftsarzt Peter Mayr in ihren Ämtern bestätigt. Als Beisitzer wurden Wolfgang Heine, Christa Riffler, Lothar Guduscheit und Julian Renner gewählt. Auch 15 Delegierte für die Kreisversammlung konnten gefunden werden. Bereitschaftsleiter bleibt Florian Aicheler. Das Jugendrotkreuz wird von Sara Klink und Dennis Causevic gemeinsam geleitet.

Sara Klink gab Einblicke in die Aktivitäten des Jugendrotkreuz mit seinen sieben Gruppenkindern. Thema war auch die Selbsthilfegruppe Papillion, die inzwischen seit 18 Jahren besteht. Sie hilft Frauen, die Gewalt erleben mussten. Zu den Aktivitäten des DRK-Ortsvereins gehörte im vergangenen Jahr außerdem die Leerung der Altkleidercontainer sowie die Organisation und Durchführung von Blutspenden und Sanitätsdiensten.

Kein Fahrdienst mehr

All dies wird auch in diesem Jahr wieder bewältigt, nur der Fahr- und Sozialdienst entfällt mangels eines Nachfolgers für Erich Aicheler. Bedarf wäre da, wie man an 99 Fahrten mit 2825 gefahrenen Kilometern ablesen konnte. Zudem fuhr Erich Aicheler nicht nur, sondern brachte dann auch die Einkäufe in die Wohnung oder half beim Toilettengang. Insgesamt leistete er 350 Stunden.

Blutspenden finden wieder statt, allerdings sind die Abläufe komplizierter als sonst. Die Verantwortlichen freuen sich, dass es trotzdem viele Spendenwillige gebe, denn der Bedarf bei den Kliniken sei nicht geringer geworden.

Ausgaben sollen gesenkt werden

Die Corona-Pandemie wird die Bilanz des kommenden Jahres verändern: Auch beim DRK-Ortsverein Stockach bedeutet die Krise erhöhten Arbeitsaufwand bei verringerten Einnahmen. Was die monetären Folgen der Pandemie für den Ortsverein betrifft, sind diese durch die Beiträge der Passiv-Mitglieder und Spenden einigermaßen gut planbar. Der Verein werde allerdings versuchen, im Vergleich zu den Vorjahren auch die Ausgaben zu senken. Der Wirtschaftsplan beläuft sich auf unter 70.000 Euro.

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Um die geplanten Investitionen für die Fahrzeughalle tätigen zu können, wollen die Mitglieder des DRK-Ortsvereins wieder viel Eigenleistung erbringen und von den Reserven zehren. Trotzdem sind Spenden natürlich auch hierfür willkommen.

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