Der Hindelwanger Adler soll verkauft werden. Das zumindest vermittelt eine Verkaufsanzeige in einem Immobilienportal im Internet, wo das Gebäude für 929.000 Euro angeboten wird.

Auf Bildern ist der Adler deutlich zu erkennen

Zwar wird dort der Name des Gasthofs in der Anzeige nicht genannt, stattdessen lautet die Beschreibung „Gepflegtes Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen und einer Gewerbeeinheit“, beim Blick auf die eingestellten Bilder wird aber deutlich: Es handelt sich um den Hindelwanger Adler. Die Holzverkleidung an der Außenfassade und das rote Schild über der Eingangstür – obwohl per Bildnachbearbeitung unkenntlich gemacht – sind unverkennbar. Warum der Adler auf der Internetseite zum Verkauf steht, war zunächst unklar – Wirt Gerhard Linder, der darüber Auskunft geben könnte, war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar.

Die Verkaufsanzeige im Internet
Die Verkaufsanzeige im Internet | Bild: Marinovic, Laura

In der Anzeige wird der Gasthof als „das ideale Mehrgenerationen-Haus“ beschrieben. Käufer sollen in dem Gebäude aber möglicherweise auch „eine Investition als Mietobjekt oder auch eine Immobilie, die den Startschuss zur Selbstständigkeit bietet“ finden, wie es im Internet heißt.

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Adler-Ende wäre „ein großer Verlust“

Hindelwangens Ortsvorsteher Wolf-Dieter Karle hat von Verkaufsplänen für den Adler bisher noch nichts gehört. Allerdings sei ein Verkauf, sollte der Hindelwanger Adler dann nicht mehr weiter betrieben werden „natürlich ein großer Verlust“, wie er auf Nachfrage mitteilt. Wenn es gar kein Lokal mehr in Hindelwangen gebe, das Vereinen und Bürgern einen öffentlichen Raum biete, dann sei das sehr schade. Ähnlich äußert sich Peter Maier, Präsident des Narrenvereins Nellenburg Hindelwangen. Allerdings sagt er auch „wir machen uns jetzt noch keine Gedanken“. Man müsse abwarten, was mit dem Hindelwanger Adler passiere. Möglicherweise finde sich im Fall eines Verkaufs ja auch ein Nachfolger.

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Mittlerweile gibt es neue Entwicklungen: Wie die Inhaberfamilie Linder mitteilt, sei es ein Anliegen, für das Gasthaus die Weichen für eine lebendige und solide Zukunft zu stellen. Sollte sich daraus eine Veränderung der gewohnten Situation ergeben, werde man die Öffentlichkeit informieren. Im besten Fall werde es einen Nachfolger für die Wirtschaft geben, worauf man auch hinarbeite. Sobald die Corona-Situation es zulasse, wolle man aber wieder öffnen und die Gäste bewirten.