Wo haben die Gemeinden Ausgleichsflächen, die sie einsetzen können, wenn sie Bauvorhaben umsetzen wollen? Um diese Frage drehte sich eine Idee, die der Stockacher Bürgermeister Rainer Stolz im Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Stockach ansprach. Es sei wichtig, genug Flächen in ausreichender Menge vorzuhalten.

Nach einem Vorschlag in der Bürgermeisterrunde, habe es eine Ausschreibung geben. Es lägen nun drei Angebote von Büros vor, die eine Untersuchung für einen Überblick über Ausgleichsflächen machen könnten. Dies könnte auch gleichzeitig ein Ausgleichskonzept darstellen, so Stolz. Das günstigste Angebot lag bei knapp 29.000 Euro, zu denen noch Einzelhonorare kämen. „Das hilft, die Schönheit der Landschaft zu erhalten und Wohnraum und Gewerbe zu verwirklichen.“

Der Eigeltinger Bürgermeister Alois Fritschi sagte, er finde dies gut, während die Hohenfelser Rätin Daniela Jage (BLH) erklärte, Hohenfels als große Flächengemeinde könne noch nicht zustimmen, da der Gemeinderat gerne noch Zeit hätte, um das Thema zu besprechen. Fritschi schlug daher vor, den Beschluss unter Vorbehalt zu fassen, so dass dieser gültig würde, wenn Hohenfels auch zustimme.

„Das bringt uns strategisch weiter.“

Stolz machte jedoch den Gegenvorschlag, dass nur die Gemeinden, die es jetzt beschließen, dabei wären. Andere könnten nachträglich dazu stoßen. „So könnten wir anfangen“, sagte Stolz. „Wir müssen uns auf Entwicklungsperspektiven vorbereiten. Es sollte möglichst einheitlich sein. Das bringt uns strategisch weiter.“

Matthias Weckbach, Bürgermeister von Bodman-Ludwigshafen, betonte in der Sitzung, wie wichtig es sei, sich über die Flächen Gedanken zu machen: „Wenn wir planen, haben wir es in der Hand, welche Flächen ausgewiesen werden.“ Der Mühlinger Bürgermeister Thorsten Scigliano äußerte sich ebenfalls positiv: „Wir begrüßen es und sehen den Mehrwert.“

Letztendlich beschloss das Gremium, den Auftrag zur Flächenuntersuchung zu vergeben. Hohenfels enthielt sich.

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