Bald ist es wieder soweit: Etwas Regen und wärmere Temperaturen holen in den nächsten Wochen Frösche, Kröten und Molche aus der Winterstarre. Die Tiere verlassen schon bald ihre Winterquartiere und begeben sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern, schreibt das Umweltzentrum Stockach in einer Pressemitteilung. Damit die wandernden Amphibien dabei nicht auf der Strecke bleiben, betreuen der Arbeitskreis Umwelt der Lokalen Agenda 21 und das Umweltzentrum Stockach sowohl zwischen Wahlwies und Stahringen als auch am Freibad Stockach einen Krötenzaun, de an der Straße aufgestellt wird.

19 heimische Amphibienarten

Solche Hilfsmaßnahmen seien zunehmend wichtiger, da Amphibien besonders stark von Veränderungen ihrer Lebensräume betroffen wären, so das Umweltzentrum. Zehn der 19 einheimischen Amphibienarten stünden auf der Roten Liste und seien als gefährdet eingestuft. Ursachen sind der rasante Lebensraumschwund, Klimawandel sowie Giftstoffe im Boden und Wasser.

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Mit einer Beteiligung an der Amphibienhilfsaktion besteht die Möglichkeit vor Ort selbst aktiv zu werden: „Helfer jeden Alters können in den frühen Morgenstunden oder abends nach Eintritt der Dunkelheit die Eimer entlang des Zaunes kontrollieren und zahlreiche Bergmolche, Erdkröten, Gras- und Laubfrösche über die Straße tragen“, so das Umweltzentrum.

Der Termin

Krötenhelfer jeden Alters und solche, die es werden wollen, seien eingeladen, an der Auftaktveranstaltung der diesjährigen Amphibienhilfsaktion teilzunehmen. Das Treffen findet am Mittwoch, 2. Februar, um 19 Uhr per Video-Meeting statt. An diesem Abend erhielten Interessierte Informationen über die Tätigkeiten am Krötenzaun, welche Tiere vor Ort gefunden werden und wie man die einzelnen Arten ganz einfach unterscheiden kann.

Wer als Helfer am Krötenzaun mitmachen will, den bittet das Umweltzentrum um Anmeldung per E-Mail an info@uz-stockach.de. Wer bei der Auftaktveranstaltung nicht teilnehmen könne, sich aber an der Amphibienhilfe beteiligen möchte, kann sich unter Telefon (07771) 4999 melden.