Abteilungskommandant Daniel Traber begrüßte im Bürgersaal des Dorfgemeinschaftshauses Hoppetenzell die Anwesenden, unter ihnen Gesamtkommandant Uwe Hartmann und Ortsvorsteher Jürgen Wegmann. Emanuel Brunner gab anstelle des entschuldigten Markus Grömminger einen kurzen Rückblick auf die Einsätze in den Jahren 2019, 20 und 21, die Traber in seinem anschließenden Bericht ausführlich beschrieb.

Im Rückblick auf drei Jahre Probenbetrieb und Einsätze habe man unter anderem einen Großschadeneinsatz hervorragend gemeistert, der den guten Ausbildungsstand und den Vorteil, mit zwei Fahrzeugen ausrücken zu können, bestätigte: Im April 2020 waren in Hoppetenzell ein Carport und zwei Autos in Brand geraten – das Übergreifen des Feuers auf das nahestehende Wohnhaus konnte verhindert werden.

Zusammenarbeit mit Zizenhausen

Im September 2019 waren das neue Mittlere Löschfahrzeug (MLF) sowie der Mannschaftstransportwagen (MTW) eingetroffen. Der MTW kam von der Abteilung Zizenhausen, die angesichts der größeren Mannschaftsstärke der Hoppetenzeller dies so vorgeschlagen hatte. Mit der Nachbarabteilung bildet die Abteilung Hoppetenzell den Ausrückebereich Nord der Feuerwehr Stockach.

Im Wasserförderungszug der Feuerwehr Stockach mit Feuerwehrangehörigen der Abteilungen Hoppetenzell und Zizenhausen dient der MTW zudem als Führungsfahrzeug. Die Aufgabe, über lange Wegstrecken eine Wasserförderung aufzubauen, wurde auch schon bei der ersten gemeinsamen Übung mit mehreren Abteilungen seit Beginn der Corona-Beschränkungen in Wahlwies im September 2021 geprobt: Von der Stockacher Aach bis zur Waldorfschule Wahlwies wurde das Löschwasser transportiert.

Umbau des Feuerwehrhauses

Einen Schwerpunkt in Trabers Bericht nahm der Um- und Anbau des Feuerwehrhauses ein. Im Januar 2019 war die Genehmigung dafür erteilt worden. Auch mit tatkräftiger Unterstützung aus den Reihen der Wehr waren die Arbeiten bis zur Ankunft des neuen Fahrzeugs erledigt. Platz war jetzt nicht nur für die beiden Fahrzeuge, sondern auch für getrennte Umkleide- und Sanitärräume.

Die Weihe nahm Pfarrer Michael Lienhard ohne Öffentlichkeit vor. „Natürlich möchten wir der Bevölkerung endlich die Gelegenheit geben, das Haus und die Fahrzeuge zu besichtigen“, erklärte Traber auf Nachfrage von Jürgen Wegmann. „Wenn die Auflagen es erlauben, werden wir im Sommer zu einem Tag der offenen Tür einladen.“

Einarbeitung am neuen Fahrzeug

Nach Ankunft des neuen Mittleren Löschfahrzeugs begann für die Einsatzkräfte die Einarbeitung. Neben den 1000 Litern Wasser und der Standardausrüstung für die einfache technische Hilfeleistung führt das Fahrzeug unter anderem eine Wärmebildkamera, ein Gasmessgerät, einen Wassersauger sowie ein Spineboard mit sich. Letzteres ist ein Hilfsmittel zur Rettung verunglückter Personen.

„Ich erlebe Euch als superfunktionierendes Team“, lobte Uwe Hartmann, Gesamtkommandant der FFW Stockach, die Frauen und Männer der Abteilung Hoppetenzell. Der Ausbildungsstand sei sehr gut. Sorge bereite die Aus- und Weiterbildung der Führungskräfte, dies liege an den zur Zeit beschränkten Ausbildungsmöglichkeiten bei der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal.

Hartmann dankte Traber für dessen Hartnäckigkeit, mit der dieser den Umbau des Hauses betreut und die Ausbildung und Proben trotz Pandemie aufrecht gehalten habe. „Wir haben getan, was im vorgegebenen Rahmen möglich war“, sagte Traber.

Erste Briefwahl im Jahr 2021

Zum Beispiel habe man 2021 auch online geprobt. Im Mai 2021 führte die Abteilung die vermutlich erste Briefwahl in der Geschichte der Feuerwehr Stockach durch. Gewählt wurden der Abteilungsausschuss, der stellvertretende Abteilungskommandant sowie der Abteilungskommandant.

Dazu war eine Satzungsänderung durch den Gemeinderat nötig geworden. In der ersten Sitzung des neuen Abteilungsausschusses wurden Sebastian Vogler zum Kassenverwalter sowie Markus Grömminger zum Schriftführer bestimmt. Berthold Egger stellte sich nicht mehr als Kassenverwalter zur Verfügung.

Ehrung für 50 Jahre im aktiven Dienst

Beim Ehrungsabend der FFW im November 2021 wurde Wilhelm Traber das Ehrenzeichen in Gold in besonderer Ausführung für 50 Jahre aktiven Dienst verliehen. Obwohl man mit 65 aus dem aktiven Einsatzdienst der Wehr ausscheidet, ist dies möglich, wenn man nach dem Eintritt in die Alterswehr noch gewisse Tätigkeiten ausübt. Unter Beifall der Kameradinnen und Kameraden wurde der langjährige Abteilungskommandant Edwin Thum in die Alterswehr verabschiedet.

Befördert wurden bei der Versammlung Ann-Kathrin Storz zur Hauptfeuerwehrfrau, Sebastian Vogler und Florian Vogler zu Hauptfeuerwehrmännern sowie Mathias Thum zum Oberlöschmeister Ryan-Anthony Lesner wurde aufgenommen und, da bereits ausgebildet, zum Feuerwehrmann ernannt.