Christoph Stetter brachte es am Sonntagabend auf den Punkt: Das Ergebnis für die CDU sei ernüchternd und enttäuschend, nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in Stockach. Der Verlust gegenüber 2017 ist groß, auch Andreas Jung, den Udo Engelhardt von den Grünen als den „Platzhirsch“ im Wahlkreis bezeichnet, bekommt die Entwicklung zu spüren – rund 11,6 Prozent verliert er in Stockach bei den Erststimmen und das, obwohl er in der Stadt aufgewachsen ist.

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Die Frage ist nun, wie es für die Christdemokraten weitergeht. Verlieren sie in Zukunft weiter Stimmen, wird es immer enger für die Partei, die sich selbst als „starke Volkspartei der Mitte“ bezeichnet. Wenn sich an der aktuellen Entwicklung etwas ändern soll, muss die CDU ihren zukünftigen Weg genau überdenken – das sieht auch Christoph Stetter so. „Ich denke schon, dass man sich hinterfragen muss“, sagte er, nachdem sich die Abwärtstendenz abzeichnete. Und tatsächlich scheinen sich viele Wähler von der CDU nicht mehr gut vertreten zu fühlen, entscheiden sich lieber für andere Parteien – so etwa die SPD.

Dass die SPD so viele Stimmen gewinnen könne, damit hätte vor ein paar Monaten noch nicht einmal Klaus Delisle gerechnet. Die Konkurrenz für die Christdemokraten wächst. Auf dem bisherigen Kurs ausruhen scheint nicht das beste Rezept.