Die ersten Flocken sind schon gefallen und für die nächsten Tage ist mehr Schnee angekündigt. Wie sieht es mit den Salzvorräten der Stadt aus? Benjamin Hansmann, Leiter der Technischen Dienste der Stadt Stockach, erklärt: „Wir reservieren jedes Jahr 600 Tonnen Salz beim Salzlieferanten. Einen Teil haben wir hier: 250 Tonnen Salz lagern in den Silos des städtischen Bauhofs. Der Rest kommt auf Abruf innerhalb 48 Stunden her. Die 600 Tonnen reichen für eine Saison. Letztes Jahr gab es ja ziemlich viel Schnee und dennoch waren 50 Tonnen Salz übrig.“

25 Mitarbeiter und Subunternehmer

Zwei Gruppen mit jeweils elf Personen arbeiten hier, hinzu kommen zwei Mitarbeiter in Wahlwies und einer in Zizenhausen, der dort für Hort, Krippe und Schule zuständig ist. Beim Winterdienst helfen zusätzlich drei Subunternehmer: Franz Buhl vom Seeblickhof räumt Schnee in Stockachs größtem Teilort Wahlwies sowie in Espasingen.

Landwirt Thomas Scheppe aus Zizenhausen kümmert sich um seinen Wohnort sowie um Hoppetenzell, Mahlspüren im Hegau, Raithaslach, Winterspüren, Hengelau und den Sonnenberg. Die Firma Keller & Keller aus Seelfingen ist für die Räumung der Straßen in Mahlspüren im Tal, im Gewerbegebiet Blumhof und im Industriegebiet Hardt zuständig.

Bereitschaft morgens ab 3.30 Uhr

Von November bis März hat jeweils ein Mitarbeiter des Bauhofs eine Woche lang Bereitschaft. Schon morgens um 3.30 Uhr führt er eine Streckenkontrolle durch und alarmiert im Bedarfsfall per Anruf die anderen Mitarbeiter und Subunternehmer, denn zwischen 4.30 Uhr und 7 Uhr sollten die wichtigsten Straßen geräumt sein.

Priorität haben die Durchgangsstraßen in der Stadt und den Ortsteilen. Benjamin Hansmann verdeutlicht: „In dem Streuablauf müssen erstrangig verkehrswichtige und gefährliche Straßenabschnitte geräumt werden, weil dies das Straßenverkehrsgesetz so vorschreibt.“

Die Mitarbeiter der Technischen Dienste der Stadt Stockach sind zum Schneeräumen und Streuen mit fünf Fahrzeugen unterwegs. Eins davon ist ein neuer Unimog, eine Ersatzbeschaffung für ein in die Jahre gekommenes Fahrzeug. Bei sehr starkem Schneefall oder Eisglätte könne es vorkommen, dass auch zu fortgeschrittener Tageszeit noch nicht alle Straßen und Weg geräumt und gestreut werden konnten, weil die vorgenannten Strecken ein weiteres Mal geräumt werden mussten, erklärt Benjamin Hansmann.

Bodman-Ludwigshafen ebenfalls bereit

Auch die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen ist für die kommenden Wintermonate gerüstet, wie Bauamtsleiter Ralf Volber mitteilt. Die kleinen Streuboxen sind wieder an den üblichen Standorten aufgestellt und von Seiten des Bauhofs stehen in beiden Ortsteilen Gerätschaften bereit. Der Bauhof und der externe Winterdienst seien mit zwei Fahrzeugen vorbereitet.

Ralf Volber erklärt: „Ein Fahrzeug des externen Unternehmers verweilt immer im Bauhof für den Ortsteil Bodman, wo auch unser Salzsilo gefüllt vorbereitet steht. Mit einem weiteren Fahrzeug fährt der Unternehmer über Stockach nach Ludwigshafen. Er kann dort jederzeit nach vorheriger Klärung mit der Stadt Stockach Salz auffüllen. Das verbrauchte Salz wird dann mit der Stadt Stockach abgerechnet.“

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Schwierig wird es für die Räumfahrzeuge immer dann, wenn andere Fahrzeuge den Platz versperren. „Oft sind Straßen so zugeparkt, dass man nicht durchkommt. Die Größe der Räumfahrzeuge wird unterschätzt“, so Benjamin Hansmann. Sie hätten teilweise schon Halteverbotsschilder aufgestellt – diese sollten dann auch beachtet werden, bittet er.