Jetzt geht es auch in Stockach los, nachdem in Konstanz, Singen und Radolfzell bereits Impfstützpunkte eröffnet haben. Das Landratsamt Konstanz teilte am Montag mit, dass ab der kommenden Woche mehr als 900 Termine für den neuen Standort Stockach zur Verfügung stünden. Die Termine für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen sind online buchbar. Die ausgefüllten Unterlagen sollten im Idealfall mitgebracht werden.

Der Impfstützpunkt entsteht in einem Haus hinter der Stockacher Tafel und dem Schiesser-Gebäude. Das Landratsamt gibt zwar die Heinrich-Fahr-Straße 1 als Adresse an, aber Zufahrt und Parken ist nur von der Nellenburgstraße 1 aus möglich. Der Eingang zum Impfstützpunkt liegt ganz hinten am Ende eines Hofes. Früher befand sich dort die Firma Qiagen und die Stadt hat das Gebäude gekauft.

Der Eingang zum Impfstützpunkt am Ende eines Hofs.
Der Eingang zum Impfstützpunkt am Ende eines Hofs. | Bild: Löffler, Ramona

In Absprache mit dem Landratsamt und dem Dienstleister, der für den Kreis die Impfstützpunkte betreibt, läuft momentan gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadt Stockach die Inneneinrichtung. Zwischen Weihnachten und Neujahr habe zunächst die Grundreinigung der seit dem Firmenauszug leerstehenden Räume stattgefunden, erklärt der Stockacher Hauptamtsleiter Hubert Walk. „Wir ist froh, dass der Impfstützpunkt in Stockach jetzt kommt“, sagt er. Die Stadt stellt das Gebäude und die Einrichtung, der Landkreis kümmert sich über einen Dienstleister um den Betrieb.

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Testlauf vor dem Normalbetrieb

Bereits am Dreikönigstag, 6. Januar, findet ein Probebetrieb statt. Dafür gebe es rund 280 Termine, so Andreas Weigold, Geschäftsführender Gesellschafter der Eventbande GmbH, dem Dienstleister, der die Impfstützpunkte im Landkreis Konstanz betreut. Projektleiter Andreas Diedler erläutert, dieser Testlauf am Donnerstag diene dazu, dass sich mit dem neuen Team aus rund zwölf Personen die Abläufe einspielen könnten und bei Bedarf für den regulären Betrieb nachgesteuert werden könne.

Der Wartebereich beim Eingang.
Der Wartebereich beim Eingang. | Bild: Löffler, Ramona

Die Termine für Donnerstag sowie die kommende Woche wurden am Montag online freigeschaltet. Am Montag, 10. Januar, soll es dann regulär losgehen. Es werde an allen Tagen außer sonntags geöffnet sein. „Wir können pro Tag 300 bis 350 Personen impfen“, erklärt Weigold im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Das gelte momentan für Erwachsene, aber Kinderimpfungen könnten irgendwann dazukommen.

Der Betrieb werde zunächst mit zwei von drei Impfstraßen arbeiten, so Weigold. Unter Volllast mit drei Impfstraßen wäre es sogar möglich bis zu 500 Personen täglich zu impfen. Es werde mit Biontech für Personen unter 30 Jahren und Moderna für alle, die älter als 30 Jahre sind, geimpft.

Der Parkplatz. Im Hintergrund ist die Nellenburgstraße, über die der Parkplatz und der Impfstützpunkt erreichbar sind.
Der Parkplatz. Im Hintergrund ist die Nellenburgstraße, über die der Parkplatz und der Impfstützpunkt erreichbar sind. | Bild: Löffler, Ramona

Impfen im Liegen ist möglich

Der Ablauf im Impfstützpunkt funktioniert nach einem Einbahnstraßensystem. Es gibt einen Eingang, Wartebereich, Anmeldung, Impfbereich, Wartebereich nach dem Impfen und einen separaten Ausgang. Bei Bedarf und viel Betrieb stünden auch noch weitere Wartebereiche zur Verfügung, erklärt Andreas Diedler. Es bestehe auch die Möglichkeit für eine Impfung im Liegen – dafür wurde ein Raum mit einer Liege eingerichtet. In einem eigenen Raum, der zum Laborbereich wird, werde der Impfstoff aufbereitet, eingemessen und aufgezogen.

Andreas Weigold und Andreas Diedler erzählen, dass die anderen Impfstützpunkte in Konstanz, Radolfzell und Singen gut angenommen würden. Das Personal komme jeweils von einem Dienstleister über den kassenärztlichen Verband. So sei es auch in Stockach.