Das Stockacher Umweltzentrum hat für dieses Jahr ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Geplant sind einige Mitmachaktionen wie etwa eine Schneewanderung mit Tierspuren-Suche oder Taschenbasteln aus Tetrapacks. Aber auch spannende Vorträge sind Teil des Jahresprogramms. Rainer Luick spricht beispielsweise über die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland.

Das sind nur einige wenige Beispiele von vielen. Doch eine Einschränkung gibt es: alle geplanten Termine sind von den jeweils geltenden Corona-Beschränkungen abhängig. Es kann also immer sein, dass Veranstaltungen kurzerhand umgeplant oder verschoben werden müssen.

„Bei so einigen Veranstaltungen bleibt es erst einmal offen, ob sie online oder als Präsenzveranstaltung stattfinden“, sagt Sabrina Molkenthin, die Leiterin des Umweltzentrums. „Wir entscheiden das dann jeweils spontan, je nachdem wie die Vorgaben und die Anzahl der Anmeldungen sind.“

50 Seiten mit vielen Veranstaltungen

Veranstaltungen zu den Themen Natur- und Umweltschutz, Biodiversität und Nachhaltigkeit sind in dem Programmheft jedenfalls auf rund 50 Seiten zu finden. Und: das Umweltzentrum Stockach feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen, das im Mai feierlich begangen werden soll.

Zunächst einmal finden sich über das Jahr verteilt so etliche Termine zur Waldkindergruppe, den Waldwichteln. Zwar ist die Gruppe eigentlich schon voll. Es gibt jedoch eine Warteliste, auf die aber noch weitere Kinder draufgeschrieben werden können.

Wer will, kann sich als Amphibienhelfer engagieren.
Wer will, kann sich als Amphibienhelfer engagieren. | Bild: Sabrina Molkenthin

Am kommenden Mittwoch, 2. Februar, gibt es dann am frühen Abend online die Infoveranstaltung für Amphibienhelfer (der SÜDKURIER berichtete). Zwar wisse man noch nicht genau, wann die Amphibienwanderung letztlich losgehe, sagt Molkenthin, jedoch müssten die Einsatzpläne stehen, sobald es soweit ist.

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Dem Klimawandel habe man es zu verdanken, dass es eine Tendenz zu einem früheren Beginn der Krötenwanderung Ende Februar gebe.

Über umweltfreundlichen Strom vom Balkon

Am 3. Februar bildet der Vortrag „Am Balkon Strom ernten“ den Auftakt zu fünf über das Jahr verteilte Vorträge. Diese wurden gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, der Energieagentur des Landkreises Konstanz und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie realisiert.

Redner ist Hans-Joachim Horn. Dieser ist Diplom-Energiewirt und führt auch Beratungen im Stockacher Rathaus und bei Menschen zuhause durch. „Das Thema Energiewende ist in der Bevölkerung angekommen“, sagt Sabrina Molkenthin. Sie vermutet, dass sich spätestens seit „Fridays for Future“ immer mehr Menschen dafür interessieren.

Konrad Hauser zeigt, wie man Bäume veredeln kann.
Konrad Hauser zeigt, wie man Bäume veredeln kann. | Bild: Sabrina Molkenthin

Beim Baumschnittkurs am 5. Februar unter der Leitung von Claudia Rinkenburger und Wilfried Rösch kann man dann lernen, worauf es beim Schnitt von Obstbäumen ankommt. Es wird auch Anfang März noch einen Baumschnittkurs geben. Ein Besuch beider Kurse ist möglich. Am 30. April kümmert sich ein Veredlungskurs um ein Kulturgut, das droht, immer mehr in Vergessenheit zu geraten.

Runder Tisch Mobilität soll wieder an den Start gehen

Am 8. Februar wird zum ersten Mal in diesem Jahr wieder der „Runde Tisch Mobilität“ stattfinden, den das Umweltzentrum Stockach gemeinsam mit dem BUND veranstaltet. An diesem Termin wird Reiner Neumann, Verkehrsplaner beim Ulmer Büro Modus Consult, über mögliche Lösungen für Probleme mit dem innerstädtischen Verkehr in Stockach berichten. Dieser Runde Tisch wird über das Jahr an mehreren Terminen zusammenkommen.

Eine Menge Mitmachaktionen

Wer am 12. Februar Zeit und Lust hat, der kann mitkommen auf die Ruine Nellenburg, um diese wieder freizuschneiden. Mitmachaktionen wie diese gibt es in diesem Jahr so Einige: sei es beim Anlegen von Tümpeln für Gelbbauchunken am 30. März, bei „Umweltschutz zum Mitmachen“ am 11. Mai oder bei den Müllsammelaktionen am 21. Mai und am 25. und 26. Juli.

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Am 16. Februar steht die Auftaktveranstaltung für den Arbeitskreis Umwelt auf der Agenda. Am 18. Februar kann man nur hoffen, dass es schneit: denn da gibt es eine spannende Wanderung, auf der man Tierspuren im Schnee finden und deuten kann.

Wanderungen zum Thema Kräuter gibt es am 9. April und 24. September. Bei einigen Terminen kann man auch die Umgebung kennenlernen. Am 23. April geht es zur Aachmündung, am 18. Mai ins Heudorfer Ried, am 25. Juni zum Storchenweiher, am 20. September zu den Heidenhöhlen und am 28. Oktober gibt es eine Nachtwanderung.

Tiere entdecken

Bei einer Führung im September geht es um Fledermäuse. (Archivbild)
Bei einer Führung im September geht es um Fledermäuse. (Archivbild) | Bild: Claudia Ladwig

Zum Entdecken von Tieren stehen an: Froschkonzert am 17. Mai, Libellen am Storchenweiher am 25. Juni, die „Nacht der Fledermäuse“ am 22. und 27. Juli sowie eine natur- und kulturkundliche Bootstour am 28. Juli.

„Der Wolf kommt zurück“

Am 9. März wird es spannend: Denn Rainer Luick von der Hochschule Rottenburg wird einen Vortrag zum Thema „Der Wolf kommt zurück“ halten. Ein weiterer Vortrag von Luick ist für den 29. November zum Thema „Biodiversität und Artenrückgang“ geplant. Beide Themen sind hochaktuell und regen sicherlich zu Diskussionen an.

Auch für handwerklich Begabte ist etwas dabei

Wer gerne bastelt und gestaltet, der kann am 25. März lernen, wie man aus Tetrapacks Taschen, oder am 25. November wie man Bienenwachstücher herstellt. Am 17. November ist bisher der Räucherkurs geplant, der aufgrund von Corona zweimal ausfallen musste.

Und erwähnt werden muss natürlich die Fahrradbörse, die, so hofft Sabrina Molkenthin, in diesem Jahr vielleicht wieder stattfinden kann: für den 2. April wird noch ein gut durchlüfteter Raum dafür gesucht.

Derzeit nur online

Das Programmheft ist derzeit nur online auf der Internetseite des Umweltzentrums abrufbar. Der Grund: Durch Kurzarbeit in der Druckerei habe sich der Druck verzögert, so Molkenthin. Doch bis man das Heft auch in Händen halten kann, soll es nicht mehr lange dauern. Dann ist es im Umweltzentrum, in der Stockacher Tourist-Information oder bei „Bücher am Markt“ in der Oberstadt kostenlos erhältlich.