Im Malraum der Kulturbrücke verzieren mehrere Kinder in Malerhemden mit Acrylfarben Steine. Wolfgang Kammerlander und Willi Zöller von der Bürgerstiftung Stockach sind heute zu Besuch. Die beiden Männer blättern begeistert durch den frisch gedruckten Kalender mit Kunstwerken der Kinder und erzählen von der Verbindung zwischen Kulturbrücke und Bürgerstiftung.

Bürgerstiftung besorgt Malutensilien

Wolfgang Kammerlander und seine Mitstreiter unterstützen gern die Idee des integrativen Malens. „Das ist etwas, was die Kinder ablenkt, woran sie Freude haben und wo sie lernen, sich zu integrieren. Eine tolle Geschichte.“ Sie hätten die Malutensilien gesponsert, ergänzt Willi Zöller und betont: „Die Frauen wissen, dass sie jederzeit zu uns kommen können, wenn sie was brauchen.“

Ute Kohlmann und Christiane Pieper von der Kulturbrücke erläutern das Konzept: „Unser Malraum für Kinder mit Migrationserfahrung ist ein Raum voller bunter Farben. In dieser geschützten Atmosphäre können die Teilnehmer ihre Kreativität entdecken.“

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Der Startschuss fiel im Badischen Hof, weil dort viele ukrainische Geflüchtete untergekommen waren, doch schnell ermöglichte Pfarrer Thomas Huber der Gruppe, jeden Donnerstagnachmittag im Pallottiheim zu sein. Rund 80 Prozent der Kinder seien Ukrainer, die übrigen aus anderen Nationen. „Wir haben drei kleine Übersetzerinnen, weshalb die Verständigung auch gut klappt“, erklärt Ute Kohlmann.

Wo die Einnahmen hingehen

Vor Corona hatte es eine ähnliche Gruppe in der Gemeinschaftsunterkunft (GU) Oberstadt gegeben. „Aber Kinder von außen kommen nicht in die GU, und mit den Betretungsregeln ist es problematisch. Ein externer Raum ist für die Integration immer besser“, sagen die Frauen.

Eine Auswahl der Kunstwerke hat in einem Kalender Platz gefunden, für den die Firma Riegel die Druckkosten übernommen hat. Dass ihre Bilder in einem Kalender landen, der in der Buchhandlung am Markt und über die Homepage der Kulturbrücke verkauft wird, sei Motivation für die Kinder gewesen, sagt Christiane Pieper. Die Einnahmen gehen direkt in weitere Projekte der Kulturbrücke.