Bei einer Routinebeprobung im Wassernetz des Versorgungsgebietes Mahlspüren im Tal und Seelfingen ist eine Grenzwertüberschreitung einer mikrobiologischen Bakterie an einer Probeentnahmestelle festgestellt worden. Dies teilen die Stadtwerke Stockach mit. Aus diesem Grund werde ab sofort in Rücksprache und auf Anordnung des Gesundheitsamtes als Vorsichtsmaßnahme ein Abkochgebot ausgesprochen.

„Weitere Nachproben werden aktuell entnommen, das Ortsnetz wird gespült und ab heute Nachmittag zusätzlich gechlort“, so die Mitteilung am Donnerstagmittag. „Der in der Trinkwasserverordnung genannte Grenzwert für Chlor wird dabei eingehalten. Das zugesetzte Chlor ist gesundheitlich unbedenklich.“ Für Aquarien sei das gechlorte Wasser nicht geeignet.
Für den menschlichen Verzehr dürfe das Trinkwasser in Mahlspüren im Tal und in Seelfingen aus Gründen des vorsorglichen Gesundheitsschutzes nur abgekocht verwendet werden. Doch das Leitungswasser sei für andere Zwecke, wie zum Beispiel Duschen, Wäschewaschen oder Spülmaschine (Programm mit höchster Temperatur) unbedenklich.

Neue Kontrolle am Samstag

Von der Chlorung sei das Ortsnetz von Seelfingen und Mahlspüren im Tal betroffen. „Die Dauer für das Abkochgebot und die Chlorung kann derzeit nicht abgeschätzt werden, mindestens jedoch bis die Probenergebnisse aus der Nachbeprobung am Samstag, 27. März, vorliegen“, sagt Wassermeister Martin Gau.

Die Einwohner in Seelfingen und Mahlspüren im Tal werden im Laufe des Donnerstagnachmittags durch einen Wurfzettel an jeden Haushalt informiert. „Das Abkochgebot gilt bis auf Weiteres. Bei Aufhebung informieren die Stadtwerke die Einwohner und die Presse“, so die Mitteilung der Stadtwerke.

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