Es leuchtete, knallte, strömte, knarzte, funkte und sprühte: So kann man die elektrisierende Show der Gruppe „Physikanten & Co.“, die Corona-bedingt zweimal hintereinander im Bürgerhaus Adler-Post stattfand, zusammenfassen. Was da geboten wurde, war nicht nur Physik für Physikmuffel oder Menschen, die diese Naturwissenschaft nie verstanden haben, sondern Kleinkunst vom Feinsten für Jung und Alt.

Veranstalter waren Stadt und Stadtwerke Stockach, deren Leiter Jürgen Fürst zusammen mit Kulturamtsleiter Stefan Keil bei der Begrüßung kurz den Zusammenhang zwischen der Show und dem 100. Geburtstag des Stroms, dessentwegen im Stadtmuseum auch die Ausstellung „Achtung Hochspannung“ stattfindet, erklärte.

Kabel und Zuschauer unter Strom

Die Wissenschaftsshow, von Produzent Rainer Grünebaum charmant mit holländischem Akzent moderiert, schlug die Zuschauer in ihren Bann und erzeugte, im wahrsten Sinne des Wortes, große Spannung.

Assistent Rainer (Rainer Grünebaum, von links) und Prof. Dr. Otto Liebermann (Hartmut Lehnert) in Aktion.
Assistent Rainer (Rainer Grünebaum, von links) und Prof. Dr. Otto Liebermann (Hartmut Lehnert) in Aktion. | Bild: Constanze Wyneken

Professor Dr. Otto Liebermann, dargestellt von Schauspieler Hartmut Lehnert, wirbelte gemeinsam mit seinem naiven und risikobereiten Assistenten Rainer über die Bühne, ließ elektrische Spannung durch Spulen fließen, Gurken erglühen, erzeugte Magnetfelder, schickte Strom durch Kabel und Zuschauer, und zeigte unter Anderem, wie man mit Strom Töne erzeugen, Blechdosen zum Zerspringen, Puddingbecher zum Fliegen und Haare zum Stehen bringen kann.

Fürs Fernsehen entwickelt

Die „Physikanten & Co.“ sind ein Team aus Naturwissenschaftlern, Schauspielern und Moderatoren. Sie touren mit Physik- und Wissenschaftsshows durch Deutschland, Europa und den fernen Osten und treten in Schulen, bei Firmenveranstaltungen, Konferenzen und Messen auf. Ursprünglich für TV-Formate wie Galileo und die Sendung mit der Maus konzipiert, baut das Team um Diplom-Physiker Marcus Weber spektakuläre Experimente.

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Die „Physikanten & Co.“ wurden mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet, zuletzt 2012 mit der Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG).

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