Dass Kinder heutzutage immer früher digitale Medien nutzen, fand der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien in einer Studie im Frühjahr 2019 heraus. Dass die Kleinen weiterhin Bücher lesen, beweist der Ferienleseclub der Stadtbücherei Stockach auch in diesem Jahr. Die Abschlussparty zu der Aktion fand unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen im Bürgerhaus Adler Post statt.

Zunächst führte Schauspieler Steffen Lehmitz von der Württembergischen Landesbühne Esslingen den Kindern das Theaterstück „Robin Hood„ vor. „Ich bin Robin Hood und bin der beste Schütze von ganz England„, lautete der Markensatz. Mit verschiedenen Requisiten wie Dosen oder einem Luftballon und verstellter Stimme verdeutlichte er die unterschiedliche Personen in dem Stück. Damit zog Lehmitz die Aufmerksamkeit der jungen Zuschauer auf sich.

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Bei der Sommer-Leseaktion wurden 3185 Bücher ausgeliehen, wovon 1208 mit dem Stempel bestätigt wurden, nachdem die Kinder, die zwischen sechs und zwölf Jahre alt waren, zum jeweiligen Buch Fragen beantwortet hatten. Durchschnittlich haben die Teilnehmer zehn Bücher ausgeliehen. Auf der Hitliste weit oben standen Klassiker wie „Die drei Fragezeichen Kids“, „Bibi und Tina“ oder „Das magische Baumhaus“. Als Belohnung bekamen die Kinder von der Stadtbücherei eine Urkunde. Außerdem gab es Büchergutscheine, die der Verein Round Table Stockach-Überlingen und eine Stockacher Buchhandlung sponserten.

Schauspieler Steffen Lehmitz von der Württembergischen Landesbühne Esslingen führt für die Teilnehmer des Leseclubs das Theaterstück „Robin Hood“ im Bürgerhaus Adler Post auf.
Schauspieler Steffen Lehmitz von der Württembergischen Landesbühne Esslingen führt für die Teilnehmer des Leseclubs das Theaterstück „Robin Hood“ im Bürgerhaus Adler Post auf. | Bild: Felix Hauser

Der diesjährige Ferienleseclub hatte laut Gabriele Gietz, Leiterin der Stadtbücherei, mit 149 Anmeldungen einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt. Ausgezeichnet wurden 121 Kinder. Davon bekamen 79 eine Gold-Urkunde für sieben oder mehr gelesene Bücher. Teilweise seien auch Kinder aus den Vorjahren wiedergekommen. „Ich finde es aber auch schön, dass immer neue Kinder dabei sind“, sagte sie. Ob die Corona-Pandemie zum Teilnehmerrekord geführt habe, konnte Gietz nicht sagen.

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