Das Landesministerium für Verkehr in Stuttgart reagiert auf Verspätungen auf der Bodenseegürtelbahn. Dies teilt das Ministerium in einer Pressemeldung mit. Demnach sollen zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 15. Dezember, neue Fahrzeiten gelten. Die Anpassung sei in Abstimmung des Ministeriums mit der DB Regio geschehen, heißt es in der Meldung. Eine der Stationen entlang der Bahnlinie zwischen Radolfzell und Friedrichshafen ist Ludwigshafen.

Grob gesagt, besteht die Änderung am Fahrplan darin, dass manche Züge an den Endpunkten der Linie, in Radolfzell und Friedrichshafen, früher abfahren. Durch die früheren Abfahrtszeiten ergeben sich auch kleine Änderungen bei den Abfahrtszeiten an den Stationen zwischen Radolfzell und Friedrichshafen. Die Ursache der Verspätungen sei, dass die Türen an neuen Zügen vom Typ LINT 54 länger zum Öffnen und Schließen brauchen. Seit September dieses Jahres werden laut der Mitteilung fünf neue Fahrzeuge dieses Typs auf der Strecke eingesetzt. Diese sollten eigentlich die Attraktivität der Schiene steigern, wird Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Landesverkehrsministerium, in der Meldung zitiert. Im Praxiseinsatz habe sich aber gezeigt, dass man nachsteuern müsse, um die Qualität zu bieten, die man sich als Ziel gesetzt habe, so Lahl weiter.

Zur ungeraden Stunde werden die Regionalbahn-Züge ab Dezember bereits zur Minute 10 in Radolfzell abfahren. Anschluss aus Richtung Singen besteht weiterhin mit den Zügen der Schwarzwaldbahn. Die Abfahrtszeiten aus Friedrichshafen in Richtung Radolfzell werden ebenfalls vorverlegt. Deswegen kann alle zwei Stunden zur geraden Stunde der Anschluss aus dem Regionalexpress aus Richtung Lindau nicht aufgenommen werden. In diesem Fall müssen Fahrgäste längere Fahrzeiten in Kauf nehmen und einen früheren Zug ab Lindau nehmen. „Wir sind sehr froh, dass sich das Ministerium für Verkehr so kurzfristig zur Umsetzung von Fahrplananpassungen entschieden hat“, wird David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio, in der Meldung zitiert.