Der Endspurt läuft: Standorte und Stromversorgung der neuen stationären Blitzer in der Zielstraße (B 313) in Espasingen und an der Tuttlinger Straße (B 14) in Windegg sind nun geklärt. Der Planungsausschuss der Stadt Stockach hat den Auftrag für rund 71 500 Euro vergeben. Nun ist nur noch offen, wann genau die Blitzer aufgestellt werden. Der Espasinger Ortsvorsteher Andreas Bernhard rechnet im Lauf des Frühjahrs damit. Ein genaues Datum für den Aufbau des stationären Blitzers kann er aber noch nicht nennen. Es sei eigentlich Ende März angedacht gewesen, aber das könnte nun knapp werden. Es habe mit der zuständigen Firma bereits zwei Vorort-Termine in der Zielstraße gegeben, erzählte er auf SÜDKURIER-Nachfrage.

Peter Fritschi, Leiter des Baurechts- und Ordnungsamts, erklärte im Ausschuss, dass der Standort in der Zielstraße, der bei den Bäumen schräg gegenüber der jetzigen Tempoanzeige mit Smiley-Gesichtern sein wird, die Situation gut abdecke. Dieser Grünstreifen gehöre noch zur B 313 und es sei alles mit dem Landratsamt abgeklärt. Obwohl in diesem Bereich oft mobile Blitzer aufgestellt werden, gebe es dort sehr viele Geschwindigkeitsverstöße, so Fritschi. Ausschussmitglied Martin Bosch (CDU) erkundigte sich, wie es später bei technischen Änderungen sei, wenn Espasingen eine Umfahrung bekomme. "Wir bauen um, was umzubauen ist", erklärte Bürgermeister Rainer Stolz.

Zur künftigen Position des Blitzers in Windegg bemerkte Fritschi, dass dieser eigentlich ganz knapp auf Zizenhausener Gemarkung stehen werde. Aber es sei gemeinschaftlich alles abgestimmt. "Der Blitzer wird dort sicher einen guten Erziehungseffekt bei den Autofahrern erzielen", sagte er. Bei der Messstation in der Meersburger Straße (B 34) in Espasingen gebe es allerdings immer noch viele Verstöße. Bürgermeister Stolz nimmt an, dass auf den Bundesstraßen mit hohem Verkehrsaufkommen auch weiterhin viele Fahrzeuge zu schnell unterwegs sein werden. Aber er sagte auch zum Standort in der Zielstraße: "Ich hoffe, dass wir die Einheimischen mit den Erziehungsmaßnahmen schnell erreichen."

Gremium-Mitglied Hanspeter Wibbelt (Grüne) erkundigte sich nach dem Verwaltungsaufwand und ob mehr Personal notwendig sei. Der Bürgermeister bejahte dies und erklärte, dass sich die Stadt mit höheren Personalkosten anfreunden müsse, da es auch weitere Pläne für Messgeräte gebe. Der Haken sei hier nur, dass es an Platz für zusätzliche Computerarbeitsplätze im Rathaus mangele. "Damit müssen wir uns auch noch beschäftigen."

 

Kosten

Der Gemeinderat der Stadt Stockach hat bereits im Jahr 2016 die Aufstellung der stationären Blitzer in der Zielstraße in Espasingen (Bundesstraße 313) und in der Tuttlinger Straße (Bundesstraße 14) in Windegg beschlossen. Die Mittel wurden in den Haushalt 2017 eingestellt. Es war aber noch die Klärung der Kosten, genauen Standorte und der Stromversorgung notwendig. Der Preis für die zwei neuen Geräte beträgt rund 71 500 Euro, inklusive Nebenkosten, wie der Stromanschluss, wächst diese Summe auf rund 85 000 Euro. (löf)