Wer in Ulm unterwegs ist, wird dort demnächst auf Stockacher treffen, die in ihrer Heimat und um die Heimat herum sehr bekannt sind – nicht unbedingt als echte Personen, aber auf jeden Fall in Gestalt von Werbebildern.

Denn die Schlagerband Papis Pumpels, mit überregionaler Fangemeinde im ganzen Südwesten ausgestattet, ist zum Werbeträger für die dortigen Stadtwerke geworden. Und in dieser Funktion auf Bannern, Bussen und Straßenbahnen präsent, wie der Frontmann der Band, "Papi" Rainer Vollmer, berichtet.

Fahplanwechsel und weitere Botschaften

Denn der erste Einsatz des Stockacher Schlagerexports war, den Menschen in Ulm und Neu-Ulm den Fahrplanwechsel Anfang Dezember schmackhaft zu machen. Der hat nicht nur landesweit Auswirkungen, weil dann die erste Stufe des Landestarifs in Baden-Württemberg in Kraft tritt.

In Ulm wird dann auch eine neue Straßenbahnlinie eröffnet. Außerdem gebe es noch andere Botschaften, weswegen die Werber der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) auf den Gedanken gekommen seien, die Botschaft in ein Lied zu packen und dieses Lied mit Hilfe eines Musikvideos an die Menschen zu bringen, sagt SWU-Marketingchef Marc Fuchs.

Und wie kamen ausgerechnet die Pumpels zu der Ehre? Eine Werbeagentur habe sie ins Spiel gebracht, erzählt Rainer Vollmer, der im Brotberuf selbst Werbefachmann ist. "Die haben wohl gedacht: Wir sind die, die es am besten können." Und der jetzige Geschäftsführer der SWU, Klaus Eder, sei zuvor beim Stadtwerk am See im Bodenseekreis gewesen und habe die Gruppe daher gekannt. Flexibilität und großes Repertoire der Pumpels hebt SWU-Mann Fuchs hervor.

Im Video feiert die Band im Straßenbahnzug schon mal Weihnachten

Für das Musikvideo zum Fahrplanwechsel hat Saxofonist Sebastian "Sebi" Padotzke das traditionelle Weihnachtslied "Morgen Kinder wird's was geben" arrangiert. Und im Video feiert die Band im Straßenbahnzug schon mal Weihnachten.

Vollmer erzählt auch ein bisschen von der Arbeitsweise bei Musikvideos. Die Musik werde zuerst eingespielt. Bei den Dreharbeiten laufe sie dann mit und beim Schnitt werden Bild und Ton so übereinandergelegt, dass die Lippenbewegungen passen.

Zum Dreh sei die Gruppe, neben Aufnahmen im Depot und an einer Bushaltestelle, für mehrere Stunden mit einem Straßenbahnzug voller Komparsen bei sonnigem Herbstwetter durch Ulm gefahren – mit voller Weihnachtsbeleuchtung und in Winterkleidung. "Die Leute draußen haben schon geschaut", erzählt Vollmer. Und: "Es hat mega Spaß gemacht." Bei SWU-Mann Fuchs klingt das so: "Die Jungs sind der Hammer."