Zweimal im Monat treffen sich die Waldwichtel für zwei Stunden und erkunden gemeinsam den Wald zwischen Windegg und Nenzingen. "Es macht mir viel Spaß im Wald zu sein. Ich komme fast immer", sagt Manuel Dille aus Wahlwies, der zur Gruppe gehört.

Die Treffen begännen immer mit einem Spiel, erklärt Anna-Lena Schatz, die dieses Jahr ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim Umweltzentrum macht. Dieses Mal müssen sich alle Kinder hinsetzen, die Augen schließen und auf die Geräusche der Natur achten. Jedes Kind soll sich dann eines aussuchen und es imitieren. Von Biene über verschiedene Vogelstimmen und dem Klopfen eines Spechtes ist alles dabei. Damit wieder Bewegung in die Sache kommt, wird als nächstes Fangen gespielt.

Sylvia Riempp, die Leiterin der Treffen, plane immer schon im Voraus, was man machen könne. Eine Besonderheit an den Waldwichteln sei jedoch, dass die Kinder frei entscheiden können, was als nächstes kommt. So dürften Sylvia Riempp und Anna-Lena Schatz zwar Vorschläge bringen, die Entscheidung liege jedoch nicht bei ihnen.

Diesmal haben sie allerdings einen Nerv der Kinder getroffen. Aus dem Umweltzentrum haben sie Kescher und ein Bioskop mitgebracht. Damit suchen die Kinder am naheliegenden Weiher nach Posthornschnecken, Köcherfliegenlarven, Molchen und Kaulquappen und haben dabei mächtig viel Spaß. Die siebenjährige Tarja Hofmann hat dabei keine Berührungsängste und freut sich über jedes Tier, dass sie in die Hand nehmen darf.

"Ich würde mich sehr freuen, wenn es so etwas auch für Erwachsene geben würde", sagt Antonia Dille, die Mutter von Manuel, lächelnd, als sie ihren Sohn abholt. "Mein Sohn ist so zufrieden damit." Auch sie genießt das Wald-Flair: "Ich mache jedes Mal einen Spaziergang und nehme mir die Zeit für mich."

Bei den Waldwichteln sei es sehr wichtig, dass die Kinder Kleidung dabeihaben, die schmutzig werden darf, sagt Anna-Lena Schatz. Das Umweltzentrum lädt jedes Kind ein, vorbeizuschauen. Das Vesperbrot sollten sie auch nicht vergessen. "Wir sind eine ganz lockere Gruppe. Es gibt keine Anwesenheitspflicht und jeder kommt, wie er gerne möchte", sagt Anna-Lena Schatz.