Der 18-jährige Wahlwieser Waldorfschüler Janosch Iten wohnt in Schaffhausen. Seit sechs Jahren taucht er leidenschaftlich gerne. Er war dafür schon in vielen beeindruckenden Ländern, unter anderem in Ägypten, auf Bali und sogar in Australien. Diese Erfahrungen konnte er in seiner Projektarbeit der Zwölftklässler gut verwerten. „Ich wollte etwas mit Sport machen, vielleicht über eine Extremsportart.“ Da sein Hobby neben dem Tauchen auch Bergsteigen ist, kam er zu dem Projekt „Höhen- und Tauchmedizin“. Seine Erkenntnisse werden bei der Vorstellung der Arbeiten vom 13. bis 15. Januar präsentiert.

Mit zwei Freunden war er drei Wochen lang in Norwegen. „Wir waren auf der Hardangervidda. Das ist die grö0te Hochebene Europas. Sie hat eine Fläche von zirka 8000 Quadratkilometern und im Mittel eine Höhe zwischen 1200 und 1400 Metern.“ Eigentlich habe er noch einen Viertausender besteigen wollen, aber das habe nicht geklappt. „Das hole ich nächstes Jahr nach“, sagt er. Mit Hilfe von zwei Büchern, Informationen aus dem Internet und durch verschiedenen Vorträgen von Bergsteigern habe er sich das theoretische Wissen angeeignet, erzählt Iten. Er führe in seinem 70 bis 80 Seiten dicken Buch die Gesetze der Höhenmedizin an, beschäftige sich mit dem Luftdruck, der Sauerstoffabnahme, verschiedenen Krankheiten wie der Höhenkrankheit. Auch beleuchte er den Schlaf in verschiedenen Höhenlagen und die Anpassung des Körpers an unterschiedliche Höhen.

Im Bereich Tauch- oder Tiefenmedizin beschreibe er die verschiedenen Tiefenzonen bis 11 000 Meter. Er schreibe über den Einfluss des Wasserdrucks und über Krankheiten wie den Tiefenrausch, einen rauschartigen Zustand, der beim Tauchen ab etwa 30 Meter Tiefe auftreten kann, oder das Barotrauma, eine Druckverletzung durch Änderung des Umgebungsdrucks. Sein Vortrag wird von der Ernährung beim Bergsteigen handeln und sich um die Gefahren beim Bergsteigen drehen. Beim Aspekt Tiefenmedizin wird er über die fünf verschiedenen Tiefenzonen im Meer und über die bekanntesten Krankheiten sprechen. Nach der Schulzeit könnte er sich vorstellen, eine Weile als Tauchlehrer zu arbeiten.