Drei Tage Staunen über außergewöhnliche Leistungen boten 35 Waldorfschüler mit den Präsentationen ihrer Jahresarbeiten. Diese sind an den Freien Waldorfschulen stets krönender Abschluss einer konzentrierten Schaffensperiode. Denn die selbst gestellten Aufgaben beginnen im Verlauf der elften Klasse, müssen sorgfältig geplant und diszipliniert gemacht werden. Die individuell ausgewählten Themen werden durch Berichte dokumentiert, die den Prozess der Arbeiten beschreiben und die Besonderheiten, Probleme und Ergebnisse kritisch reflektieren.

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Samuel Happle (dritter von links) erläuterte im Kreise seiner Geschwister, was es mit seinem im Schulkeller installierten Schwarzlichttheater auf sich hat. Bild: Gabi Rieger
Samuel Happle (dritter von links) erläuterte im Kreise seiner Geschwister, was es mit seinem im Schulkeller installierten Schwarzlichttheater auf sich hat. Bild: Gabi Rieger

Spieleprogrammierung, Design, Höhlenforschung, die Auseinandersetzung mit Sprachen, und wie sie auf uns wirken, Filmschauspiel, Satelliten vom Weltall und Überfluss in der Gesellschaft zählten zu dem breit gefächerten Themenkatalog. Stets gut frequentiert waren sowohl die Vorträge als auch die individuell aufbereiteten Stände mit den Präsentationen samt begleitendem Projektbuch.

„Leider hat man viel zu wenig Zeit, um zwischen den souverän gehaltenen Vorträgen alle 35 Projekt-Bücher angemessen zu betrachten“, sagte Susanne Ruby, deren pianistisch versierter Sohn Luis bei Leonie Klopstocks Vorstellung zum Thema „Komik“ den Phlegmatiker verkörperte.

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Sven Saars (Mitte), der mittlerweile in England lebt, war eigens nach Wahlwies gereist, um die Entwicklung der 35 Schüler zu verfolgen, die er als Waldorflehrer die ersten acht Jahre durchgehend als Klassenlehrer unterrichtet hatte. Bild: Gabi Rieger
Sven Saars (Mitte), der mittlerweile in England lebt, war eigens nach Wahlwies gereist, um die Entwicklung der 35 Schüler zu verfolgen, die er als Waldorflehrer die ersten acht Jahre durchgehend als Klassenlehrer unterrichtet hatte. Bild: Gabi Rieger

Jean-Marie Köllner, der im vergangenen Jahr seinen ersten Halbmarathon mit 21 Kilometern lief, ging der Frage nach, wie man sich für Fitness motivieren kann. Verführerische Aromen umschmeichelten die Nasen am Stand mit selbst gemachter Naturkosmetik.

In eine ganz andere, fast irreal psychodelisch anmutende Welt tauchte man beim Schwarzlichttheater von Samuel Happle. Mit Techno-, Goa- und Psytrance musikalisch untermalt, zogen in fluoreszierenden Farben und in String-Art-Technik geschaffene Bilder in ihren Bann. „Uah, Samuael. Was werde ich sehen, wenn jetzt normales Licht wäre?“ fragte Sven Saars, der aus England gekommen war, um die Entwicklung seiner ehemaligen der Schüler zu verfolgen, die er als Waldorflehrer die ersten acht Jahre unterrichtet hatte.

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