Für Sicherheit in der Informationstechnologie (IT) interessiert sich Manuel Fischer, 18, aus Wahlwies schon seit fünf Jahren. Schulische Praktika hat er immer in Bereich der Programmierung gemacht. Seine Projektarbeit beleuchtet jetzt auch den Sicherheitsaspekt. "Das ist spannender als Programmieren. Beim Hacking geht es darum, aktuell zu sein, man benötigt viel mehr Wissen", erzählt er. In den Osterferien habe er begonnen zu untersuchen, wie Hacking funktioniert und festgestellt, dass es deutlich schwieriger ist als viele meinen. Mit einer Umfrage habe er feststellen wollen, was die Menschen allgemein über Hacking wissen, für wie sicher sie ihre Passwörter halten. Sein Bild habe sich bestätigt: Die meisten Leute seien nicht auf dem Sicherheitsstand, den sie heute haben müssten. "Solange man keinen offensichtlichen Schaden sieht, ist der Wille, etwas für die Sicherheit zu tun, sehr gering", folgert er. Hacking finde jedoch viel im Verborgenen statt. Webseiten werden angegriffen, der eigene Computer spielt eine immer kleinere Rolle.

Es sei erschreckend, wie viele Unternehmen gehackt würden und es der Öffentlichkeit verschwiegen, Yahoo sei ein prominentes Beispiel. Auch Infrastrukturen würden gehackt. Es sei fast möglich, in einem Land das Internet durch Überlastung der Netze ausfallen zu lassen, die Folgen wären verheerend. Der Angriff auf die Telekom zeige die Gefahr solcher Angriffe. "Gehackt wird nicht gleich ein großes System, sondern beispielsweise Mitarbeiter einer Firma, dann geht es eine Stufe höher. Der Zugriff wird immer weiter ausgebaut."

Regelmäßiges Updaten der genutzten Software sei die sicherste Methode gegen Hacker. "Die guten Hacker finden die Lücken in Programmen, sagen es den Herstellern, die bringen ein Update raus und die bösen Hacker können die Lücken nicht mehr nutzen", beschreibt er den Ablauf. Er habe wissen wollen, wie ein Angreifer angreife und was die Gegenmaßnahme dazu sei.

Sein Wissen stammt von Wikipedia, aus Büchern und Online-Kursen von Universitäten. Sein Buch umfasst über 100 Seiten. Im Vortrag geht er auf die Gefahren im Netz ein. "Man braucht ein relativ hohes Grundverständnis, um Angriffe zu verstehen. Versteht man sie, erkennt man, dass es meist keinen vollkommenen Schutz gibt", lautet sein Fazit.

Infos zu den Projektarbeiten: www.waldorfschule-wahlwies.de/projekt2017