Die Wahlkampfveranstaltung der AfD mit Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der Partei im Bundestag, wird nun doch hinter verschlossenen Türen abgehalten. Entsprechende Informationen bestätigte Walter Schwaebsch, Sprecher des AfD-Kreisverbands Konstanz. Der Kreisverband hatte die Veranstaltung, die am Samstag, 6. April, um 19 Uhr beginnt, organisiert und sie ursprünglich als öffentlich geplant.

Einlasskontrollen hatte Schwaebsch zwar schon früher angekündigt. Nun stellt er auf Anfrage allerdings klar, dass nur noch AfD-Mitglieder, Förderer und Gäste zugelassen werden können. Auch von der Internetseite des AfD-Kreisverbands ist die Ankündigung zu der Veranstaltung inzwischen verschwunden. Der Entschluss, die Öffentlichkeit doch auszuschließen, sei vor Kurzem gefallen, so Schwaebsch. Als Begründung gibt er an, dass es Hinweise auf Störungen und Gewalt gegeben habe.

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Dies dürfte sich auf die Demonstration gegen die AfD-Veranstaltung beziehen, die eine Gruppe mit dem Namen Offenes antifaschistisches Treffen (OAT) Konstanz auf dem sozialen Netzwerk Facebook angekündigt hatte. Die Kundgebung soll am Samstag, 6. April, um 17 Uhr am Stockacher Bahnhof beginnen und über Straßen in der Innenstadt bis zum Bürgerhaus in der Hauptstraße ziehen.

Peter Fritschi, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Stockach, bestätigte wie zuvor lediglich, dass eine Privatperson aus Konstanz einen Aufzug, so der Fachausdruck, angemeldet habe. Dabei gehe es um bis zu 50 Teilnehmer. Laut Fritschi und Harald Karge, dem stellvertretenden Leiter des Stockacher Polizeireviers, wurden bis Freitagvormittag keine weiteren Kundgebungen angemeldet. Es könnten sich aber durchaus noch spontan Gruppen für eine Demonstration zusammenfinden, so Karge.

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Amtsleiter Fritschi bereitet Autofahrer indes auf Verkehrsbehinderungen am Samstagabend vor. Es stünden auch Absperrungen für den Verkehr bereit, die die Polizei bei Bedarf aktivieren könne. Die Behörden wollen in jedem Fall die AfD-Veranstaltung und die Gegendemonstration auseinanderhalten: "Im Moment sieht alles nach einem geordneten Ablauf aus", so Fritschis Einschätzung. Auch Harald Karge sagt: "Wir haben keine Hinweise, dass es nicht friedlich verläuft."

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Unterdessen bereitet sich auch die katholische Kirche auf den Samstagabend vor. Wie Pfarrer Michael Lienhard ankündigte, werde die Eucharistiefeier am Samstag, 6. April, um 18.30 Uhr in die Unterkirche von St. Oswald verlegt. Als Grund gibt er "akustische Gründe" aufgrund der Demonstration in der Nähe der Kirche an.

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